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Legendäre Lunchpakete: Kate Winslet legt höchstpersönlich Hand an. Bild: dpa

Herzblatt-Geschichten : Eine manchmal zu ehrliche Hand

Joachim Sauer prahlt bei der Vereidigung seiner Frau mit Urlaubsfotos, Kate Winslet schmiert fleißig Stullen – und ein Handleser offenbart die sensiblen Seiten der neuen Minister.

          3 Min.

          Am meisten gerührt hat uns diese Woche ja Joachim Sauer. Der Mann, dessen vierte Amtszeit als Kanzlerinnengatte soeben eingeläutet wurde, war bei der Vereidigung seiner Frau zugegen, hat allerdings dabei – wie „Bild“ beobachtet hat – auf der Zuschauertribüne des Bundestags an seinem Laptop getippt, was eigentlich verboten ist. Klar, denken Sie jetzt, da hat er zur Zerstreuung gewiss ein paar Ab-initio-Berechnungen von anorganischen Clustern durchgeführt, typisch Quantenchemiker eben. Aber nein: Wie sich „Bild“ von seinen Sitznachbarn berichten ließ, hatte Sauer „Fotos von früheren Wahlgängen seiner Frau und Urlaubsfotos auf dem Bildschirm“. Finden wir ganz entzückend, die Vorstellung, wie Sauer seinen Nachbarn stolz die Fotos zeigt: „Schauen Sie mal, das ist meine Frau 2013. Und hier sind wir beide auf Ischia.“

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Weit mehr Platz als Sauer, eine ganze Zeitungsseite nämlich, räumt „Bild“ Harald Wolf ein. Wolf ist Handleser und hat sich an die Lektüre der zum Amtseid erhobenen Regierungshände gemacht. „Die Berge (unterhalb der Finger) sind bei der Kanzlerin sehr ausgeprägt. Das lässt auf einen Aufschwung schließen“, urteilt Wolf und lässt die Frage offen, ob das nicht ebenso gut auf einen Abschwung schließen ließe, weil es von jedem Berg ja auch wieder runtergeht. Aber es ist schon bemerkenswert, was Wolf so alles den Händen entnimmt: Peter Altmaier „kennt sich gut aus mit Weinen“, Hubertus Heil „hat eine Schwäche für ältere Automodelle“ und Andreas Scheuer, und nun wird es wirklich abenteuerlich, ist „eine sehr einfühlsame Persönlichkeit. Er denkt manchmal zu viel nach.“ Über Julia Klöckner schließlich heißt es, sie habe „eine sehr ehrliche Hand – manchmal vielleicht zu ehrlich“. Wir nehmen mal an, Lügenhände wären dem Herrn Handleser aber auch wieder nicht recht.

          Urlaubsfeeling im Bundestag: Die „Bild“ will gehört haben, dass Joachim Sauer – hier mit seinem Sohn Daniel –  bei der Vereidigung seiner Frau in Erinnerungen schwelgte.

          Wieder Erwarten nicht mit Händen befasst sich eine schwedische Zeitschrift namens „Hänt extra“, auf die sich in ihrer Titelstory „Freizeit Exklusiv“ beruft. „Hänt“ heißt so viel wie „passiert“, und passiert ist laut „Freizeit Exklusiv“ ein „Wunderbares Baby-Interview – Was ein Medium verrät“. Bei besagtem Medium handelt es sich freilich nicht um „Hänt extra“ oder um „Freizeit Exklusiv“ selbst, sondern um eine Schauspielerin namens Regina Lund, eine „sehr spirituelle Künstlerin, die noch dazu über hellseherische Gaben verfügt“ und Schwedens Kronprinzessin Victoria ein drittes Baby prophezeit. Ihre Quelle: Victorias verstorbene Großtante Lilian. „Ich spüre eine Schwangerschaft!“, hat Regina Lund demnach „in einem äußerst geheimnisvollen Interview“ der schwedischen Zeitschrift anvertraut. „Ich sehe Prinzessin Lilian vor mir, wie sie mir ein hellrosa Babykleid zeigt.“ „Freizeit Exklusiv“ schließt daraus, dass Victoria ein Mädchen bekommt. Doch was ist, wenn Frau Lund die Botschaft missdeutet und vielmehr die Großtante im Jenseits selbst schwanger ist?

          Das iPad als Helferlein bei der digitalen Früherziehung

          Kinder sind jedenfalls immer wieder ein Quell der Freude, und ihre Eltern erst recht. „Mein Sohn ist zwar erst vier Jahre alt, aber ich finde es sehr wichtig, dass er den Umgang mit dem iPad schon jetzt lernt“, lässt die Moderatorin Verena Wriedt „In“ wissen, und klar, so ein iPad ist ja irre kompliziert, wer älter ist als vier, kommt damit ja kaum noch zurecht. „Allerdings darf er höchstens 20 Minuten damit ,spielen‘. Er guckt dann Lehrfilme und lernt damit spielerisch die ersten englischen Worte sowie Zahlen und Buchstaben“, fährt Wriedt fort. „Noch weiß ich nicht, ab welchem Alter ich ihm Social Media erlauben werde.“ Na ja, es ist zwar sehr wichtig, dass er den Umgang damit früh lernt, doch viereinhalb sollte er bis dahin mindestens schon sein.

          Mit ihrem Mann Justin Theroux ist Jennifer Aniston nicht mehr zusammen – einsam ist sie deshalb noch lange nicht.

          Kate Winslet wiederum, obgleich ein Hollywood-Star, will die Betreuung ihrer Kinder keinen fremden Personen überlassen: „Ich möchte, dass sie später zurückblicken und sich an meine Suppen und ihre Lunchpakete erinnern, die ich selbst zubereitet habe“, wird sie im „Neuen Blatt“ zitiert. Ganz schön anspruchsvoll: Wir selbst wären ja schon froh, wenn sich unsere Kinder wenigstens mittags in der großen Pause noch an die Lunchpakete erinnern würden, die wir ihnen am Morgen zubereitet haben.

          Volle Bude bei Jennifer Aniston

          Schauspielkollegin Jennifer Aniston erfährt nach der Trennung von ihrem Mann laut „In“ Unterstützung: „,Zehn ihrer besten Freundinnen sind momentan bei ihr zu Hause‘, weiß eine Insiderin. ,Sie sind die ganze Zeit da, weil sie Jennifer in dieser schweren Zeit nicht alleinlassen möchten.“ Dann muss es Aniston schon arg schlechtgehen, wenn die zu zehnt bei ihr anrücken. Wobei es vorerst ja nur zehn ihrer „besten Freundinnen“ sind; die anderen neunzig sind noch unterwegs.

          Und noch eine Trennung: „Francis Fulton-Smith – Ihr neues Leben nach der Scheidung“, titelt „Bunte“. Wir dachten ja immer, Francis Fulton-Smith wäre ein Mann, aber gut, bei dem Vornamen kann man das nie wissen. Doch Moment, der Text geht noch weiter: „Der Schauspieler und seine Verena – wer bekommt was vom Millionenvermögen? Wer kriegt die Kinder? Hat sie schon einen Neuen?“ Das mag ja alles ganz spannend sein, aber etwas interessiert uns noch mehr – nämlich ob „Bunte“ wegen ihrer Schlagzeile eine Gegendarstellung kassiert. Wären wir Verena, würden wir jedenfalls eine durchsetzen: „Hiermit stelle ich fest: Ich bin nicht mehr ,seine Verena‘.“

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