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Privatisierung rückt näher : Helaba bietet nicht für Nord LB

Die Helaba ist an der Nord LB interessiert. Die Bedingungen der Helaba für die Übernahme wurden aber nicht erfüllt. Es wird wohl nichts mit dem Kauf. Bild: dpa

Die Helaba stellte Bedingungen für die Übernahme der Nord LB. Die wurden nicht erfüllt. Jetzt will die Helaba nicht mehr, hat FAZ.NET erfahren. Wird die nächste Landesbank privatisiert? Und bietet die Commerzbank mit?

          Die Eigentümer der Landesbank Hessen-Thüringen haben am Montagabend nach Informationen von FAZ.NET entschieden, bis Mittwoch kein Angebot für die in Not geratene Nord LB abzugeben. Die mehrheitlich den Sparkassen in Hessen und Thüringen gehörende Helaba hatte den norddeutschen Sparkassen Bedingungen gestellt, etwa eine gemeinsame Risikopolitik mit Sanktionsmöglichkeiten und Einzahlungen in einen Haftungsfonds gefordert, wie sie im Sparkassenverbandsgebiet Hessen-Thüringen seit 2005 üblich sind. Die niedersächsischen Sparkassen fühlten sich daraufhin erpresst. „Deshalb lassen wir es mit einem Angebot für die Nord LB sein. Die Helaba bleibt aber gesprächsbereit“, sagte ein Insider am Dienstagmorgen gegenüber FAZ.NET.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Damit ist die Helaba aber zumindest vorläufig aus dem zuletzt noch sechs Interessenten umfassenden Bieterkreis für die Nord LB ausgeschieden. Die Helaba war der einzige Interessent aus dem öffentlich-rechtlichen Bankenlager. Damit wird eine (Teil-)Privatisierung der Nord LB immer wahrscheinlicher.

          Allerdings ist auch unsicher, ob die Commerzbank bieten wird. Das zweitgrößte börsennotierte deutsche Kreditinstitut werde vom Bundesfinanzministerium, das den Staatsanteil von 15,6 Prozent verwaltet, dazu gedrängt, heißt es. Ansonsten würde wohl einem Finanzinvestor der Einstieg in die öffentlich-rechtliche Nord LB gelingen. Es gilt als sicher, dass sowohl Cerberus als auch Apollo ein Angebot abgeben.

          Einfallstor für private Investoren

          Fraglich ist allerdings, ob die Eigentümer der Nord LB bis Jahresende mit einem Bieter zum Abschluss kommen. Darauf pocht aber die Bankenaufsicht. Sie verlangt nach Informationen von FAZ.NET einen Kapitalnachschuss in die Nord LB von mindestens 3,5 Milliarden Euro. Das Land Niedersachsen als wichtigster Träger der Nord LB ist bereit, 2,5 Milliarden Euro bereit zu stellen.

          Die EU-Kommission verlangt allerdings, dass sich auch ein externer Investor an der Kapitalerhöhung beteiligt. Da nach dem vorläufigen Rückzug der Helaba nur noch private Interessenten im Rennen sind, dürfte die Kapitalerhöhung zum Einfallstor für private Investoren werden. Damit könnte die Nord LB nach der HSH Nordbank, die an ein Konsortium aus Finanzinvestoren mit Cerberus an der Spitze ging, die zweite Landesbank binnen kurzer Zeit werden, die privatisiert wird.

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