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Brustkrebs-Test-Affäre : Aufarbeitung verschoben

Die Untersuchungskommission schreitet zum Pressetermin, der in buchstäblich letzter Sekunde aber noch gestoppt wurde. Bild: dpa

Eigentlich wollte eine Kommission Ergebnisse zur Heidelberger Brustkrebs-Test-Affäre vorstellen. Ein Beschuldigter erwirkte eine einstweilige Anordnung – und verhinderte so in letzter Minute die Pressekonferenz.

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          Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat mit einer einstweiligen Anordnung eine Pressekonferenz der Universitätsklinik Heidelberg zur weiteren Aufklärung der Brustkrebs-Test-Affäre unterbunden. Eine vom Aufsichtsrat der Klinik eingesetzte Kommission wollte am Dienstag eigentlich die Ergebnisse ihrer mehrmonatigen Arbeit vorstellen und der Öffentlichkeit einen Abschlussbericht vorlegen. Das verhinderte das Gericht.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Die einstweilige Anordnung geht auf eine Klage des Leiters der gynäkologischen Klinik, Christof Sohn, zurück. Von Mitarbeitern seiner Klinik war der Test mitentwickelt worden, der sich kurze Zeit nach einer Pressekonferenz als unzuverlässig und nicht marktreif erwies. Eine große Boulevardzeitung hatte den Bluttest zur Brustkrebsfrüherkennung anfänglich sogar als „Weltsensation“ angekündigt; die Universitätsklinik musste sich für den Verstoß gegen Grundprinzipien wissenschaftlichen Arbeitens wenige Wochen später entschuldigen. Denn zum Zeitpunkt der öffentlichen Vorstellung des Tests fehlten eine abschließende Studie und Publikation – die Zuverlässigkeit des Brustkrebs-Tests erwies sich als völlig unzureichend.

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