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Haushaltshilfen : Schwarze Perlen, saubere Schnüffler

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Was wir im Alltag als "Putzen" bezeichnen, nennen Statistiker und Steuerfachleute "haushaltsnahe Dienstleistungen". Sie werden hierzulande von etwa 3,5 Millionen Privathaushalten in Anspruch genommen.

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          Was wir im Alltag als "Putzen" bezeichnen, nennen Statistiker und Steuerfachleute "haushaltsnahe Dienstleistungen". Sie werden hierzulande von etwa 3,5 Millionen Privathaushalten in Anspruch genommen. Dabei handelt es sich fast durchweg um Schwarzarbeit, was nach dem Willen der Bundesregierung endlich abgeschafft gehört.

          Am 18. Februar wird das Bundesfinanzministerium einen Gesetzentwurf einbringen, der vorsieht, die Ordnungswidrigkeit demnächst mit Strafen von mindestens 1.500 Euro zu ahnden. 2.000 Beamte von Post, Telekom und Bahn sollen 5.000 Zollfahndern bei Razzien zur Seite stehen. Bislang wurden nicht mehr als fünf von 1.000 Tätern erwischt, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln berichtet.

          Das Raster der Minijobs

          Immerhin: Die Privatheit der eigenen vier Wände ist durch das Grundgesetz geschützt. Gerade mal 45.000 Arbeitnehmer in Haushalten arbeiten legal dort. Die Zahl der schwarz Beschäftigten im privaten Bereich wird - je nach Datenbasis - mit 1,2 bis 2,9 Millionen angegeben. Bei der Arbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände schätzt man, daß "mehrere hunderttausend" Ausländer das Gros dieser Workforce stellen, zumeist aus Polen, der Ukraine und den baltischen Staaten. Etliche von ihnen besitzen keine Aufenthaltsgenehmigung. Der Autor Jörg Alt ("Illegal in Deutschland") schätzt die Zahl auf "ungefähr eine Million".

          Aufgestockt werden soll in Zukunft die Zahl der Minijobs - sozialversicherungspflichtige Aushilfstätigkeiten, mit denen im Monat nicht mehr als 400 Euro verdient werden darf. Genau das ist der Haken: Die meisten Putzhilfen haben mehrere Arbeitsstellen und fallen daher durch das Raster der Minijobs hindurch. In der "Gleitzone" von 400,01 bis 800 Euro sind die Versicherungsbeträge bereits deutlich höher.

          Zuständig für die Anmeldung der geringfügig Beschäftigten ist die Minijob-Zentrale der Bundesknappschaft. Unter der Telefonnummer 0800/200504 melden sich derzeit jeden Tag 30.000 Anrufer, etliche bestellen das sogenannte Haushaltsscheckheft. Im Normalfall müssen für einen Minijobber neben dem Lohn 13,3 Prozent an Abgaben entrichtet werden, bei 400 Euro monatlich also 53,20 Euro. Natürlich können auch Ausländer angemeldet werden - vorausgesetzt, sie besitzen eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung ...

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