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Impfgipfel : Arztpraxen könnten nach Ostern mit Impfstoff beliefert werden

  • Aktualisiert am

Mobiles Impfteam im Einsatz in der Hausarztpraxis von Inselarzt Müller auf Hiddensee. Bild: dpa

Laut einer Beschlussvorlage zum anstehenden Impfgipfel könnten Hausärzte schon in der Woche nach Ostern mit Impfstoff versorgt werden. Die Impfreihenfolge bleibt demnach unangetastet. Ende April soll die Kampagne deutlich Fahrt gewinnen.

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          Vor dem Impfgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten sind Details der Pläne aus dem Kanzleramt zur Beschleunigung der Impfkampagne bekannt geworden. Die Impfstofflieferungen an die Hausarztpraxen könnten bereits in der Woche nach Ostern starten, heißt es in einer Beschlussvorlage aus dem Kanzleramt, die der F.A.Z. vorliegt. Voraussetzung dafür sei aber, dass der Hersteller Biontech, wie angekündigt, eine zusätzliche Lieferung von mehr als vier Millionen Dosen an die EU leistet.

          Diese zusätzlichen Dosen, von denen insgesamt 580.000 auf Deutschland entfallen, sollen nach Vorstellung des Kanzleramts bevorzugt für Impfungen in Hotspots eingesetzt werden – insbesondere in den Grenzregionen zum französischen Département Moselle und an der Grenze zu Tschechien.

          „Im April werden die Impfstoffmengen jedoch noch knapp sein“, heißt es in der Vorlage. „Daher bleibt es notwendig, zunächst die besonders gefährdeten Personen entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission zur Impfreihenfolge zu impfen.“

          Den Plänen zufolge könnten in der 14. Kalenderwoche, also in der Woche nach Ostern, rund 1,02 Millionen Dosen an die Hausarztpraxen ausgeliefert werden. In der Woche nach dem 12. April sollten dann 1,22 Millionen Dosen ausgeliefert werden; dies ist nach Einschätzung des Kanzleramts auch ohne die erwartete Zusatzlieferung von Biontech möglich.

          Eine spürbare Ausweitung der Lieferungen an Arztpraxen erwartet das Kanzleramt erst in der Woche ab dem 26. April: Dann sollen die niedergelassenen Ärzte 3,17 Millionen Dosen erhalten. Erst dann können die Impfungen in den Praxen in großem Stil starten, die Impfkampagne soll dadurch deutlich an Fahrt gewinnen.

          Im Sommer sollen alle Bürger ein Impfangebot haben

          Die Anzahl der Impfdosen pro Praxis werde „zu Beginn erst langsam aufwachsen und nur für eine Impfsprechstunde pro Woche beziehungsweise die gezielte Impfung besonders vulnerabler Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen“, heißt es in der Vorlage.

          Einen genauen Termin für den Start routinemäßiger Impfungen in den Praxen enthält der Beschlussentwurf noch nicht. Er dürfte Gegenstand der Beratungen am Nachmittag sein. „Perspektivisch ist es erforderlich, dass sowohl die Impfzentren ihre Kapazität steigern als auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Betriebsärztinnen und Betriebsärzte sich mit hohem Einsatz am Impfgeschehen beteiligen“, heißt es in dem Entwurf. Bund und Länder hielten an dem Ziel fest, „im Sommer allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot machen zu können“.

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