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: "Harald Schmidt ist der bessere Peymann"

  • Aktualisiert am

Am 17. März erschien in den "Berliner Seiten" zur Aufführung des fast gleichnamigen Stücks von Thomas Bernhard im Berliner Ensemble der Artikel "Claus Peymann kauft sich keine Hose, geht aber mit essen". Heute abend um 23.15 Uhr in der Harald-Schmidt-Show auf Sat.1 erlebt der Text von Benjamin von Stuckrad-Barre ...

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          Am 17. März erschien in den "Berliner Seiten" zur Aufführung des fast gleichnamigen Stücks von Thomas Bernhard im Berliner Ensemble der Artikel "Claus Peymann kauft sich keine Hose, geht aber mit essen". Heute abend um 23.15 Uhr in der Harald-Schmidt-Show auf Sat.1 erlebt der Text von Benjamin von Stuckrad-Barre seine deutschsprachige Erstaufführung: Der Theaterintendant Harald Schmidt spielt Peymann, Stuckrad-Barre spielt Stuckrad-Barre, und der Dramaturg Manuel Andrack spielt den Hosenverkäufer. Wir sprachen mit Andrack nach der Generalprobe. Wie liefen die Proben, Herr Andrack?

          Ich bin sehr zufrieden. Wir haben im heutigen Probenverlauf die Aufführungszeit von 18 Minuten 30 Sekunden auf 16 Minuten 10 Sekunden senken können.

          Wird es dennoch Streichungen geben?

          Nein, ich bin wie mein Intendant Harald Schmidt ein Anhänger der werkgetreuen Inszenierung.

          Warum kommt die Uraufführung erst jetzt?

          Das Problem war die große Textmenge, die unser Intendant, der es sich nicht nehmen ließ, die Hauptrolle selber zu spielen, auswendig lernen mußte. Aber jetzt beherrscht er den Text perfekt.

          Redet er inzwischen wie Peymann?

          Ja, seit Anfang der Woche ist er Peymann. Er ist, so kann ich wohl als Dramaturg sagen, fast der bessere Peymann.

          Wie spielt Stuckrad-Barre den Stuckrad-Barre?

          Das macht er sehr authentisch.

          Und wie kommen Sie denn mit Ihrer Doppelbelastung zurecht? Als Damaturg spielen Sie zugleich als eine Art Spielertrainer auch den Hosenverkäufer.

          Das geht schon irgendwie. Wir haben ja sehr präzise Regieanweisungen des Intendanten, selbst für die pantomimische Einlage, wenn er sich in der Umkleidekabine die Hose anprobiert und wir vorne die EC-Karte ausprobieren.

          Was sind die weiteren Pläne, wenn die Premiere heute abend ein Erfolg wird?

          Wir werden damit nicht durch die Stadttheater ziehen. Wenn wir es noch einmal spielen, dann nur im Berliner Ensemble unter der Oberintendanz von Claus Peymann.

          Die Fragen stellte Florian Illies.

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