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Bundestags-Ambitionen : Maaßen beklagt „katastrophale Entwicklung“ der CDU

  • Aktualisiert am

Hans-Georg Maaßen trägt vergangenen Oktober Maske. Bild: Kay Nietfeld/dpa

Er könne in Thüringen Stimmen von AfD-Wählern zurückgewinnen, begründet Hans-Georg Maaßen sein Interesse an einer Kandidatur. Ein früherer Landesvater warnt davor. An diesem Freitag fällt eine Entscheidung.

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          Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen, der für die CDU in den Bundestag einziehen will, hat die Lage seiner Partei beklagt. „Ich nehme die Umfragewerte der CDU in Thüringen mit 19 Prozent und im Bund mit unter 25 Prozent als eine katastrophale Entwicklung wahr und möchte durch meinen Einsatz in Südthüringen dazu beitragen, dass die CDU wieder Stimmen von Protestwählern der AfD und Nichtwähler zurückgewinnt“, sagte Maaßen dem Nachrichtenportal „The Pioneer“.

          Maaßen sagte, er sei von vielen CDU-Mitgliedern und auch von Bundestagsabgeordneten der Union aufgefordert worden, sich politisch zu engagieren, „weil sie mit dem Linkskurs der Union nicht einverstanden sind“. Ihre Erwartung sei, „dass ich im Bundestag die klassischen konservativen und wirtschaftsliberalen Positionen der CDU kraftvoll unterstütze“, sagte Maaßen.

          Bernhard Vogel gegen Maaßen als Kandidat

          Thüringens früherer Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzender Bernhard Vogel warnte seine Partei davor, Maaßen für die Bundestagswahl zu nominieren. Er sei über die Pläne „nicht glücklich“, sagte Vogel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Maaßen stehe „nicht in der Mitte“ der CDU und passe nicht zum Erscheinungsbild der Partei. „Herr Maaßen hat mit seinen Äußerungen in der Vergangenheit zu Kritik Anlass gegeben“, fügte der CDU-Politiker hinzu.

          Die CDU-Basis in Südthüringen wird Maaßen an diesem Freitag möglicherweise als Direktkandidat für den Bundestag aufstellen. Der aus Nordrhein-Westfalen stammende Maaßen stand von 2012 bis 2018 an der Spitze des Bundesamts für Verfassungsschutz. Er geriet 2018 nach relativierenden Äußerungen über rechtsextreme Ausschreitungen in Chemnitz in die Kritik und musste seinen Posten schließlich aufgeben.

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