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Militärausgaben weltweit : Das neue Wettrüsten

Ein amerikanisches Kampfflugzeug des Typs F-35 im Hochgeschwindigkeitsflug am 1. September über Toronto Bild: dpa

Die weltweiten Militärausgaben steigen kräftig. Trump und Putin drohen einander mit Aufrüstung. Führt das zu noch mehr Kriegen?

          8 Min.

          Waffen sind wieder gefragt. Regierungen rund um die Welt erhöhen gerade kräftig ihre Militärausgaben. 1739 Milliarden Dollar gaben im vergangenen Jahr alle Staaten zusammen aus, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut (Sipri) errechnet hat. Das ist ein Spitzenwert. Zuletzt wurde er am Ende des Ost-West-Konflikts vor knapp dreißig Jahren erreicht. Zugleich ist die Welt wieder kriegerischer geworden. Das Uppsala Conflict Data Program registrierte in den vergangenen zehn Jahren, dass sich die Zahl der bewaffneten Konflikte von 86 auf 164 fast verdoppelt hat. Allein im Jahr 2017 kamen rund 90.000 Menschen in kriegerischen Situationen ums Leben. Ganz zu schweigen von Hunderttausenden Verletzten und Millionen von Flüchtlingen. Untergraben steigende Militärausgaben den Frieden? Sind sie die Ursache für immer neue Konflikte? Rüstet sich die Menschheit am Ende gar zu Tode?

          Pazifisten würden das bejahen, so wie es Vertreter von Rüstungsfirmen als Blödsinn abtun würden. Aber wenn es um Rüstung und Militär geht, um Krieg und Frieden, dann sind die Zusammenhänge komplex. Und mit einem Blick auf die nackten Zahlen ist es nicht getan. Das liegt schon daran, dass Verteidigungsausgaben nicht mit Rüstung gleichgesetzt werden können. Nicht jeder Militär-Dollar wird in neue Rüstungsgüter investiert, geschweige denn in Waffen. Soldaten erhalten Sold. Streitkräfte benötigen Infrastruktur, Nachschub und Forschung. Nur ein Teil fließt in neue Rüstungsgüter, zu denen militärische Smartphones oder Schutzwesten ebenso zählen wie ein Panzer, ein Kriegsschiff oder Kampfflugzeuge. Dennoch lassen sich Trends ablesen - und die deuten global in Richtung Aufrüstung.

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