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Eskalation in Nahost : Hamas feuert Raketenhagel auf Israel

Dienstagabend in der israelischen Stadt Ashdod: Eine Abfangrakete zischt in den Himmel Bild: REUTERS

Dramatische Zuspitzung im Gazakonflikt: Zum ersten Mal seit 2012 haben radikale Palästinenser aus dem Gazastreifen wieder Tel Aviv und Jerusalem angegriffen. Offenbar konnte die israelische Abwehr nicht alle Raketen rechtzeitig zerstören.

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          Die Palästinensergruppen Hamas und Islamischer Dschihad haben am Dienstagabend die Mitte Israels mit mehr als 40 Raketen angegriffen. Zum ersten Mal seit 2012 wurde auch wieder Raketenalarm in Jerusalem und Tel Aviv ausgelöst. Die Armee bestätigte einen Treffer in Jerusalem. Nach Informationen des Onlineportals Ynet explodierte die Rakete auf offenem Gelände im östlichen Stadtteil Pisgat Zeev. Die Hamas teilte mit, sie habe insgesamt vier Raketen in Richtung Jerusalem abgefeuert sowie eine auf die nordisraelische Stadt Haifa. Alarm wurde in mehreren Orten nördlich von Tel Aviv ausgelöst, nicht jedoch in Haifa. In Jerusalem und Tel Aviv wurden für die Einwohner die Luftschutzkeller geöffnet.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Bis zum Abend griff die israelische Armee etwa 200 Ziele im Gazastreifen an. Dabei wurden offenbar mindestens zwei führende Hamas-Mitglieder gezielt getötet. Rettungskräfte aus Gaza meldeten mehr als zwanzig Tote und Dutzende Verletzte. Unter den Todesopfern seien auch Kinder.

          Rund 200 Raketen aus Gaza abgefeuert

          Seit dem Beginn der israelischen Militäroffensive „Protective Edge“ am frühen Dienstagmorgen wurden rund 200  Raketen aus Gaza abgefeuert. Das Abwehrsystem „Eiserne Kuppel“ fing mehr als zwanzig Raketen ab. Israelische Soldaten töteten am Abend vier Palästinenser, die einen Anschlag in einem Militärstützpunkt nördlich des Gazastreifens verüben wollten, wohin sie offenbar auf dem Seeweg gelangt waren. Auch im nahegelegen Kibbuz Jad Mordechai wurde nach Terroristen gesucht, die möglicherweise aus Gaza dorthin vorgedrungen waren.

          Die israelische Armee hatte in der Nacht zum Dienstag eine Militäroffensive im Gazastreifen begonnen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies die Armee an, „die Samthandschuhe auszuziehen“. Die Hamas habe sich für eine Eskalation entschieden und werde dafür „einen hohen Preis zahlen“. Die Option einer Bodenoffensive sei „auf dem Tisch“. Man bereite sich darauf vor, „mit allem, was uns zur Verfügung steht“, die Offensive gegen die Hamas auszuweiten, sagte Verteidigungsminister Mosche Jaalon. Die Militäroperation werde nicht innerhalb „weniger Tage enden“, kündigte er an.

          Israel mobilisiert 40.000 Reservisten

          Am Nachmittag genehmigte die Regierung die Mobilisierung von 40.000 Reservisten. Nachdem der Süden Israels am Montagabend mit mehr als 60 Raketen beschossen worden war, begannen die israelische Luftwaffe und die Marine wenig später mit ihrem massiven Bombardement. Am Montagabend hatten die Raketenangriffe auf die Hafenstadt Aschdod Beunruhigung auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff hervorgerufen. Auf dem Passagierdeck der „Aida Diva“ seien ungefährliche „Kleinstpartikel“ niedergegangen, die möglicherweise von Abwehrraketen stammten, teilte die Reederei am Dienstag mit.

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