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: Guten Morgen!

          8 Min.

          Das Wichtigste für Sie an diesem Donnerstag: Wann müssen Influencer ihre Posts als Werbung kennzeichnen? Darüber urteilt der BGH. Intel will Milliarden in Europa investieren. Und die EZB berät vor dem Hintergrund der hohen Inflationsrate über die künftige Geldpolitik.

          Rebecca Boucsein
          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          1. Gewinnt Cathy Hummels vor dem BGH?
          2. Intels Milliarden-Investition in Europas
          3. Pandemie der Ungeimpften
          4. Persönlicher Wahlkampf
          5. Maas und Blinken sind skeptisch
          6. Bitcoin unter Druck
          7. Deutsche Eishockey Liga startet  

          1. Gewinnt Cathy Hummels vor dem BGH?

          Zu Hause in München: Cathy Hummels mit Hündin Moon
          Zu Hause in München: Cathy Hummels mit Hündin Moon : Bild: Maria Irl [FAZ-Recht:2]

          Die Influencer-Branche blickt nach Karlsruhe: Wann müssen Instagram-Posts als Werbung gekennzeichnet sein? Der Bundesgerichtshof spricht heute ein Urteil.  

          Vom Lieblingspulli bis zum Plüschtier: Auf Instagram veröffentlichen Cathy Hummels, Leonie Hanne und Luisa-Maxime Huss Beiträge mit Tap Tags, die auf Unternehmen und Marken verlinken. Der Verband Sozialer Wettbewerb hält das für unzulässige Schleichwerbung. Er fordert Unterlassung und Abmahnkosten und hat geklagt.

          Werbung muss gekennzeichnet werden: Welche Posts sind kommerziell und welche privat? Reicht es, wenn eine Marke zu sehen oder verlinkt ist? Oder muss auch eine Gegenleistung geflossen sein? Cathy Hummels sagte der F.A.Z. kürzlich dazu: Kaufe sie ein Produkt, so sei es ihre Meinungsfreiheit, zu sagen: „Ich finde das gut, ich empfehle euch das.“ Dem Verband Sozialer Wettbewerb wirft sie „Geldmacherei“ vor. Wie viel Geld Hummels mit Instagram verdient, ist nicht bekannt. Mit rund 640.000 Followern dürften die Einnahmen aus Werbeanzeigen aber beträchtlich sein.

          Wirkung: Bislang urteilen Gerichte in verschiedenen Fällen sehr unterschiedlich. Hummels war in zwei Instanzen erfolgreich. Es ging nur um Produkte, für die die Noch-Ehefrau von Fußball-Star Mats Hummels keine Gegenleistungen erhalten hat. Fraglich ist, ob Prominente künftig noch auf diese Weise Produkte empfehlen können, ohne Abmahnungen zu riskieren.

          Mehr zum Thema

          2. Intels Milliarden-Investition in Europas

          Hat großes in Europa vor: Intel-Chef Pat Gelsinger
          Hat großes in Europa vor: Intel-Chef Pat Gelsinger : Bild: Reuters

          80 Milliarden Euro will der kalifornische Chiphersteller Intel in den kommenden zehn Jahren ausgeben, um acht Chip-Fabriken auf dem europäischen Festland zu bauen.

          Pläne: In jedem Werk sollten später rund 1500 Mitarbeiter arbeiten, sagte CEO Pat Gelsinger im Interview mit der F.A.Z. „Auf jeden Mitarbeiter kommen dann zwischen fünf und zehn Arbeitsplätze bei Zulieferern Dienstleistern etc. hinzu.“ Knapp ein Dutzend Standorte seien noch im Rennen, auch mehrere aus Deutschland.

          Wettrennen: Intel will mit der geplanten Investition auch der Konkurrenz aus Asien die Stirn bieten. Der Konzern rechnet dafür mit staatlichen Beihilfen von bis zu 24 Milliarden Euro. Das Ziel sei, ein neues Kapitel in der europäisch-amerikanischen Partnerschaft aufzuschlagen, sagte Gelsinger und verwies auf die globale Entwicklung auf dem Chipmarkt. So hätte Europa Anfang der Neunzigerjahre noch einen Marktanteil von 44 Prozent gehabt, heute seien es nur noch neun Prozent – weil die Asiaten aufgewacht seien und Druck und Tempo gemacht hätten.

          Hoffnung: Die EU versucht, mit verschiedenen milliardenschweren Investitionen Abhilfe zu leisten, um die Chip-Produktion in Europa hochzufahren. Die Mega-Investition von Intel weckt die Hoffnung auf eine langfristige Linderung des Mangels, der besonders die Autoindustrie trifft. Auch der US-Halbleiterhersteller Qualcomm zeigte sich jüngst offen für die Zusammenarbeit mit Auftragsfertigern in Europa. Es gebe „sehr konstruktive Gespräche“, sagte Firmenchef Cristiano Amon am Rande der Automesse IAA in München.

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