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Kritik: Insbesondere der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) ist empört. Sein Land hat gerade die Testpflicht für Schüler im Präsenzunterricht eingeführt und umfangreich Lehrern Impfungen ermöglicht: „Alle Länder impfen Lehrkräfte, alle Länder testen umfassend in den Schulen und alle Länder setzen im Wechselunterricht auf höchste Hygiene- und Sicherheitsstandards“, sagt Lorz. Es könne nicht sein, dass ein Inzidenzwert mit erheblichen Auswirkungen auf den Schulbetrieb „mal so am Verhandlungstisch“ festgesetzt werde. Auch aus anderen Bundesländern kam scharfe Kritik. So müssten in Sachsen und Thüringen fast alle Schulen schließen.

Die Lage an den Schulen: Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie widerspricht der Behauptung, es gebe zunehmend schwere Corona-Fälle bei Kindern und Jugendlichen. Von 14 Millionen Kindern und Jugendlichen seien 1200 mit einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus behandelt worden, vier starben an ihrer Infektion. „Die weiterhin bestehende extreme Seltenheit eines schweren oder gar tödlichen Verlaufes von Sars-CoV-2 bei Kindern und Jugendlichen ist nicht geeignet, als Argument für Schul- und Kita-Schließungen benutzt zu werden.“ Eltern beklagten in einer Umfrage des Münchener Ifo-Instituts, dass bei Schulschließungen auch weiterhin kaum regelmäßiger Online-Unterricht stattfinde. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, warnte: „Wir können Kinder und Jugendliche nicht ständig von einem in den nächsten Bildungs-Lockdown schicken. Seelische und körperliche Nebenwirkungen fehlender sozialer Kontakte und mangelnder Bewegungsmöglichkeiten sind schon jetzt zu spüren.“

Impf-Buhfrau: Im Ansehen der Deutschen ist EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen deutlich gesunken
Impf-Buhfrau: Im Ansehen der Deutschen ist EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen deutlich gesunken : Bild: Reuters

Die schleppende Impfkampagne in Europa wird Ursula von der Leyen und ihrer EU-Kommission angelastet. Doch für die Mehrheit der Deutschen überwiegen die Vorteile der Gemeinschaft.

Wo bleibt der Impfstoff? Die Impfstatistiken sind weiterhin frustrierend. Israel, die Vereinigten Staaten, selbst Serbien liegen weit vorne, die meisten EU-Länder weit hinten. Ein Zustand, den in einer Allensbach-Umfrage für die F.A.Z. die Bundesbürger vor allem den zu zögerlichen Impfstoffbestellungen der EU-Kommission anlasten. 64 Prozent der Befragten haben offenbar ein höheres Zutrauen in die Bundesregierung und sind der Auffassung, wenn Deutschland alleine bestellt hätte, wäre die Impfstoffversorgung nun besser. Nur noch 15 Prozent der Befragten haben eine gute Meinung von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU).

Bild: F.A.Z.

Gemeinsam sind wir stark: Die Deutschen unterscheiden jedoch sehr trennscharf zwischen der aktuellen Krise und ihrem grundsätzlichen Zutrauen in die EU. Ein stabiler Anteil von 34 Prozent der Menschen sieht bei aller Kritik mehr Vorteile durch die EU, 24 Prozent mehr Nachteile. Insbesondere der freie Handel und die Reisefreiheit werden geschätzt, die Bürokratie, Regelungswut und eine gemeinsame Schuldenhaftung kritisiert.

Bild: F.A.Z.

Johnson & Johnson: Die EU-Impfkampagne könnte zudem bald erhebliche Erfolge verzeichnen. Die EU-Arzneimittelagentur Ema hat am Dienstag bekräftigt, dass sie keine Einwände gegen den Einsatz des Impfstoffs des amerikanischen Herstellers Johnson & Johnson in der EU hat. Der Nutzen des Vakzins sei bei weitem höher als das Risiko, auch unter Berücksichtigung der Hirnvenenthrombose-Fälle. In den Vereinigten Staaten hatte dies zu einem vorläufigen Impfstopp mit dem Präparat geführt. Der J&J-Impfstoff muss anders als die anderen bisherigen Impfstoffe nur einmal verimpft werden. Bis Ende Juni hatte Johnson & Johnson die Lieferung von 55 Millionen Dosen angekündigt.

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