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F.A.Z.-Sprinter : Sir Francis Drake, Greta Thunberg – und ein Hafen

  • Aktualisiert am

Unser Autor: Felix Hooß Bild: Robert Wenkemann

Greta Thunberg sticht auf einer Hightech-Yacht in See, und die italienische Regierung schwimmt, nachdem Salvini sie in die Krise gestützt hat. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

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          Von Plymouth, gelegen am südwestlichen Zipfel Englands, brach schon Sir Francis Drake zu seiner Weltumseglung auf – Projektname: „The Famous Voyage“. Ähnliche Berühmtheit genießt heutzutage die Schwedin Greta Thunberg (die britische „GQ“ hebt sie in ihrer Oktoberausgabe aufs Cover), die abhängig von der Wetterlage im Laufe des Tages ebenfalls von Plymouth aus in See stechen wird. Die 16 Jahre alte Klimaaktivistin fliegt bekanntlich nicht. Um dennoch rechtzeitig zum Klimagipfel der Vereinten Nationen am 23. September in New York zu gelangen, segelt sie über den Atlantik, die Reise wird voraussichtlich zwei Wochen dauern. Das Boot, die „Malizia“, ist eine Hightech-Yacht, eigentlich gebaut für Nonstop-Segelregatten um die Welt. Mein Kollege Sebastian Reuter hat mit dem deutschen Skipper des Schiffs, Boris Herrmann, gesprochen. Darüber, was mit dem prominenten Gast an Bord anders läuft als sonst, und wie er die Überfahrt zur Vorbereitung auf den nächsten Wettkampf nutzt. Herrmann sagt: „Unsere Aufgabe ist es, Greta die Reise so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten.“

          Alles andere als angenehm gestaltet sich derzeit das Regieren in Italien. Gestern Abend entschied der Senat in Rom, dass der Ministerpräsident Giuseppe Conte sich nicht, wie Salvini wollte, in dieser Woche einem Misstrauensvotum stellen wird. Stattdessen legte der Senat fest, dass Conte erst nächsten Dienstag über die Regierungskrise Bericht erstatten soll. Ob es dann zum Misstrauensvotum kommt, steht noch in den Sternen – ein Rückschlag für Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini, der die Regierung in die Krise gestürzt hatte. Heute wird das politische Sommertheater wenigstens für ein paar Stunden unterbrochen, wenn in Genua der Opfer des Brückeneinsturzes vom 14. August 2018 gedacht wird. Um 11.36 Uhr gibt es eine Schweigeminute, zu diesem Zeitpunkt war vor einem Jahr ein rund 200 Meter langes Teilstück des „Ponte Morandi“ in die Tiefe gestürzt und hatte 43 Menschen in den Tod gerissen. Unser Italien-Korrespondent Matthias Rüb zeichnet nach, weshalb ein Jahr später „vieles erwartungsgemäß länger“ dauert – „beim Aufräumen, Aufarbeiten und Aufbauen, als nach dem Unglück von den Politikern großspurig angekündigt worden war“. Wer ein Sinnbild für den Zustand der italienischen Politik sucht, wird hier fündig.

          Anderes Thema, es geht um Gesundheit: 60.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Darmkrebs, 25.000 Patienten sterben jährlich daran. Besonders in reichen Ländern wie Deutschland erkranken immer mehr junge Menschen an dieser häufigen Krebsart, die Früherkennung wird aber erst ab 50 Jahren von den Kassen übernommen. Meine Kollegin Lucia Schmidt spricht in der neuesten Folge des „F.A.Z. Gesundheit“-Podcasts darüber mit Dr. Michael Hofmeister, stellvertretender Leiter der Abteilung klinische Epidemiologie und Altersforschung am deutschen Krebsforschungszentrum. Hier können Sie den Podcast anhören und hier direkt abonnieren.

          Und sonst? Besucht Bundesaußenminister Heiko Maas Kanada, um sich in Toronto für eine „Allianz der Multilateralisten“ einzusetzen. Stellen in Berlin mehrere Verbraucher- und Medizinverbände eine Umfrage zur Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln vor. Entscheidet die Stadtverordnetenversammlung in Potsdam über die Ausrufung eines „Klimanotstands“.

          Die Nacht in Kürze

          In Hongkong läuft nach den heftigen Protesten der vergangenen Tage der Flugbetrieb wieder an. Donald Trump warnt vor chinesischen Truppenbewegungen vor den Toren der Stadt.

          Thüringens CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring ist unzufrieden mit der Politik der großen Koalition. Was Berlin diskutiere, sei nicht hilfreich.

          Weniger Kinder sollen fürs Pflegeheim der Eltern dazu zahlen müssen. Die Bundesregierung will ein Gesetz zur Entlastung Angehöriger auf den Weg bringen.

          Auch bei Facebook haben Mitarbeiter Sprachaufzeichnungen abgehört, ohne dass es Nutzern bewusst war. Das wurde nun beendet.

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