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Gewalt eskaliert : Zerfällt jetzt der Jemen?

  • Aktualisiert am

Szenen aus der jemenitischen Hauptstadt: Ein Huthi greift Menschen mit einem Messer an, die an einer Demonstration gegen seine Volksgruppe teilnehmen. Bild: dpa

In der Hauptstadt Sanaa gehen Volksgruppen aufeinander los, im Süden des Landes erobern Separatisten die Macht: Dem Jemen droht nach dem Rückzug seines Präsidenten der Zerfall.

          Nach den Rücktrittserklärungen des Präsidenten und der Regierung droht dem Jemen die Spaltung. Separatisten nutzten das Machtvakuum am Samstag aus und eroberten Checkpoints im Süden des Landes vom Militär, wie das Nachrichtenportal Barakish.net berichtete. Die Gouverneure der südlichen Provinzen hatten zuvor mitgeteilt, sie wollten keine Befehle der Militärführung aus der Hauptstadt Sanaa mehr befolgen.

          Dort protestierten Tausende Menschen am zweiten Tag in Folge gegen den „Putsch“ der schiitischen Huthi-Rebellen. „Nieder mit der Huthi-Herrschaft“, skandierten die Protestierenden. Es handelte sich um die größte Kundgebung gegen die Miliz seit deren Einmarsch in Sanaa Ende September vergangenen Jahres. Bewaffnete Huthi-Kämpfer standen am Straßenrand, griffen aber nicht ein. Obwohl einige Huthi-Anhänger versuchten, die Demonstration zu stören, blieb die Kundgebung weitgehend friedlich. Weitere Proteste gab es in Taes, Ibb und Hodaida.

          Im Landeszentrum gab es Kämpfe zwischen Huthis und sunnitischen Stammeskriegern. Am Sonntag will das Parlament bei einer Krisensitzung über die Lage beraten.

          Der Jemen steht damit drei Jahre nach dem Rückzug des Langzeitpräsidenten Ali Abdullah Salih vor dem Zerfall: Im Norden streben die Huthi-Rebellen nach der Macht. Der Stamm fühlt sich seit Jahren benachteiligt und strebt eine Nord-Süd-Teilung des Landes an, wie es sie vor 1990 gab. Die Separatisten im Süden wollen im Prinzip das Gleiche, dort ist aber auch die sunnitische Terrororganisation Al Qaida stark. Übergangspräsident Abed Rabbo Mansur Hadi hatte sich - mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft - für einen Föderalstaat mit sechs Regionen stark gemacht.

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