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Zugunglück : Zahl der Verletzten nach Zugunglück von Bad Münder steigt

  • Aktualisiert am

Bad Münder: Akute Gefahr für Mensch und Umwelt Bild: AP

Massive Vergiftungserscheinungen als Folge der Chemikalienexplosion am Montag Abend bereiten den Behörden von Hameln große Sorge.

          Nach dem Zugunglück in Bad Münder (Niedersachsen) ist die Zahl der Verletzten auf 106 gestiegen. Dabei handelt es sich um eine zweite Welle von Vergiftungserscheinungen bei Helfern, Zuschauern und Anwohnern.

          Wie das zuständige Gesundheitsamt in Hameln am Freitag mitteilte, sind die Symptome erst nach zwei bis drei Tagen aufgetreten. Grund könne das giftige Gas Phosgen sein, das am Montag beim Brand eines mit Epichlorhydrin beladenen Kesselwagens entstanden sei. Die Patienten klagten über Kopfschmerzen und Reizung der Atemwege.

          Spezialisten analysieren Gesundheitsgefahren

          In Krisensitzungen berieten Vertreter des Landkreises, der Bahn und des Bundesgrenzschutzes am Freitag über das weitere Vorgehen. Untersuchungsergebnisse zum Ausmaß der Umweltvergiftung und zu den aktuellen Gesundheitsgefahren wollten Gutachter nach Angaben der Bahn im Laufe des Tages bekannt geben.

          Am Montagabend waren in der Kleinstadt nahe Hameln zwei Güterzüge frontal zusammengestoßen. Dabei waren nach Behördenangaben zwei Kesselwagen explodiert, von denen einer mit der hochgiftigen Chemikalie Epichlorhydrin beladen war.

          Chemiegemisch unbekannt

          Der chemische Analyseprozess der Umweltproben sei sehr aufwendig, sagte ein Bahnsprecher. Man müsse untersuchen, ob noch andere Chemikalien bei dem Unfall frei gesetzt wurden. Nach Angaben des Landkreises Hameln-Pyrmont war neben dem Epichlorhydrin-Waggon ein russischer, als leer deklarierter Container in Flammen aufgegangen. Ob dieser allerdings wirklich leer war oder welche chemischen Restbestände enthalten gewesen sein könnten, ist nach wie vor ungewiss.

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