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Auch Mobilfunknetz überlastet : Zugbetrieb mit Chemnitz überfordert

  • Aktualisiert am

50.000 Menschen nahmen laut der Stadt Chemnitz an dem Konzert mit Bands wie Kraftklub, Marteria, Casper und Feine Sahne Fischfilet teil. Bild: Mai, Jana

Mehrere Zehntausend Menschen strömen nach Chemnitz, um an dem Konzert gegen Rechts teilzunehmen. Doch die Besucher müssen sich auf eine längere Rückreise einstellen.

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          Schätzungsweise 65.000 Menschen folgten dem Aufruf mehrerer deutscher Bands bei einem Open-Air-Konzert in Chemnitz unter dem Motto „#wirsindmehr“ gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt zu protestieren. Die Zugbetriebe und Netzbetreiber stellt das hohe Besucheraufkommen vor große Herausforderungen.

          Nach dem Ende der Veranstaltung kam es am Chemnitzer Hauptbahnhof zu einem hohen Andrang. Die Polizei vor Ort konnte die Menschen nur nacheinander passieren lassen. Wie die Polizei Sachsen in einem Tweet mitteilte, seien allein aus Leipzig circa 5000 Personen mit der Bahn angereist. Da ein Zug der Mitteldeutschen Regiobahn wegen einer technischen Störung ausfällt, stehen für die Rückfahrten nach Leipzig lediglich noch zwei Bahnen, mit Platz für maximal 1000 Personen zur Verfügung. Die Bundespolizei hatte schon vor dem Ausfall des Zuges, der um 20.31 Uhr vom Chemnitzer Hauptbahnhof nach Leipzig fahren sollte, die Fahrgäste dazu aufgerufen die Rückreise frühzeitig zu beginnen. Zudem sollen Reisende auch Zugverbindungen über Dresden und Zwickau nutzen.

          Auch das Mobilfunknetz brach aufgrund des hohen Besucheraufkommens in Chemnitz in Teilen ein. Zu dem Gratis-Konzert gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit waren unter anderem die Bands Die Toten Hosen, Kraftklub und Feine Sahne Fischfilet nach Chemnitz gekommen. Das Konzert begann mit einer Schweigeminute für den am 26. August bei einer Messerattacke in der sächsischen Stadt getöteten Deutschen. Als Tatverdächtige sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft.

          Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels war von Schwierigkeiten bei der Deutschen Bahn die Rede. Die Regionalbahn, die zwischen Chemnitz und Leipizig verkehrt, wird aber von der Mitteldeutschen Regiobahn betrieben.

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