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Zehn Jahre nach Concorde-Absturz : Gericht: Continental trägt Mitschuld an Unglück

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Eine der größten Katastrophen der Luftfahrtgeschichte: der Absturz der Concorde am 25. Juli 2000 Bild: dapd

Der Absturz des Überschallflugzeugs Concorde am 20. Juli 2000 gilt als eines der schlimmsten Unglücke der Luftfahrtgeschichte. Nun hat ein Gericht der Fluggesellschaft Continental eine Mitschuld gegeben und sie zu einer Geldstrafe verurteilt.

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          Zehn Jahre nach dem Absturz des Überschallflugzeuges Concorde in der Nähe von Paris mit 113 Toten hat ein Gericht in Frankreich der amerikanischen Fluggesellschaft Continental eine Mitschuld an der Katastrophe gegeben. Das Urteil zur Ursache des Absturzes, bei dem auch 97 Deutsche ums Leben kamen, fällte am Montag ein Strafgericht in Pontoise bei Paris. Die Richter verurteilten das Unternehmen am Montag zu einer Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro. Ein Continental-Mitarbeiter wurde zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

          In dem Verfahren ging es darum, dass eine Continental-Maschine am 25. Juli 2000 beim Start eine Lamelle aus Titan verlor, die wenig später beim Start der Concorde einen Reifen zerschnitt; herumfliegende Teile beschädigten einen Treibstofftank des Überschallflugzeuges, der sich entzündete.

          Jahrelanger Rechtsstreit

          Continental hatte versucht nachzuweisen, dass die Concorde schon vorher brannte. Die Concorde-Betreiberin Air France hatte mit der amerikanischen Fluggesellschaft Continental jahrelang darum gestritten, wer die Schuld an dem Unglück trägt. Die französische Airline hatte Continental die volle Schuld zugewiesen. Als Nebenkläger traten neben Air France auch eine Handvoll Hinterbliebene auf. Angehörige der deutschen Opfer gehörten nicht dazu. Sie hatten im Gegenzug für ein Schmerzensgeld im Jahr nach der Katastrophe auf weitere Forderungen verzichtet. Die Staatsanwaltschaft hatte Strafen auf beiden Seiten gefordert.

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