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Wissenschaft : Chance auf ein Leben nach dem Tod

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Nach dem Tod eingefroren: Der Himmel kann warten
          1 Min.

          Um neue Leser zu werben, müssen sich Zeitschriften schon etwas besonderes ausdenken. Das britische Wissenschaftsmagazin „New Scientist“ hat das erkannt und bietet neuen Abonnenten ein unschlagbares Angebot: Im Rahmen einer neuen Werbekampagne soll der Gewinner die physische Chance auf ein Leben nach dem Tod bekommen.

          Nach dem Sterben soll er oder sie in flüssigem Stickstoff eingefroren werden. Auf Wissenschaftsdeutsch heißt das kryonisch präserviert. Sobald es der Wissenschaft möglich ist, soll er aufgetaut werden und in der Zukunft weiter leben können. Es hieß, mit der Aktion wolle das Blatt das Interesse der breiten Öffentlichkeit an der Wissenschaft wecken.

          Wird aus der Science-Fiction-Idee bald Wirklichkeit?

          Kryonik, das Tieffrieren in Stickstoff, wird derzeit zur Aufbewahrung von Gewebe und Sperma genutzt. In Science-Fiction-Büchern wird seit Jahrzehnten über die Möglichkeit fabuliert, ganze Menschen mit dieser Technik „überwintern“ zu lassen. Doch in Realität wie in Fiktion wird lebendiges Material eingefroren, um irgendwann wieder aufgetaut zu werden. New Scientist offeriert die wissenschaftliche Tiefkühltruhe jedoch für Tote - und lässt offen, wie sie die Verstorbenen in der Zukunft zu neuem Leben erwecken will.

          Die wissenschaftliche Welt ist außerdem uneins, ob das Gefrier-Verfahren mit so komplexen Vielzellern wie Menschen funktionieren kann - abgesehen von offenen ethischen Fragen.

          Leser, die sich an der Aktion beteiligen wollen, müssen drei Coupons aus den kommenden fünf Ausgaben von „New Scientist“ sammeln und mit einem Formular einschicken. Wenn sie gewinnen und kein Interesse an der rund 28.000 Dollar teuren Einfrier-Prämie haben, können sie sich auch für einen weniger abenteuerlichen Preis entscheiden: Eine einwöchige Reise nach Hawaii mit Besuch des berühmten Mauna-Kea-Observatoriums.

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