https://www.faz.net/-gum-6lhn3

Winterwetter : Flug- und Zugverkehr normalisiert sich

  • Aktualisiert am

Der Schnee geht - aber er kommt auch bald wieder Bild: dapd

Nach dem Schneechaos der vergangenen Tage kehrte am Flughafen Frankfurt und bei der Deutschen Bahn am Mittwoch weitgehend Normalität ein. Damit ist es bald vorbei. Für die kommenden Tage erwarten die Meteorologen Schnee und Sturm.

          Nachdem sich das Wetter am Mittwoch beruhigt hat, könnte der Winter Deutschland in den kommenden Tagen abermals mit Schnee und Sturm zu überziehen. „Der Winter hat uns dann wieder fest im Griff“, sagte die Meteorologin Dorothea Petzold vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Nach dem Schneechaos der vergangenen Tage kehrte am Flughafen Frankfurt und bei der Deutschen Bahn am Mittwoch weitgehend Normalität ein.

          Der Frankfurter Airport konnte einem Sprecher zufolge angesichts des Tauwetters seine Kapazitäten seit dem Mittwochvormittag wieder voll nutzen, nachdem am frühen Morgen noch 70 Flüge gestrichen worden waren. Am Dienstag waren wetterbedingt 550 Flüge ausgefallen. Bis zum Abend sollten auch die rund 3000 gestrandeten Passagiere, die in Hotels und auf dem Flughafen übernachtet hatten, zu ihren ursprünglichen Zielen in die Luft gebracht werden, sagte ein Flughafensprecher. Bislang sei noch nicht absehbar, ob der Flugbetrieb bis zum Wochenende voll aufrechterhalten werden kann. „Gegen Schneemengen wie am Dienstag sind wir machtlos“, sagte der Sprecher mit Blick auf die nahende Kaltfront.

          Zusätzlicher Winterdienst und mehr Personal

          Auch bei der Deutschen Bahn herrschte am Mittwoch wieder weitgehend Normalbetrieb. Zu einigen wetterbedingten Störungen kam es wegen Minustemperaturen nur in Norddeutschland. Einer Bahn-Sprecherin zufolge waren davon Verbindungen von Hamburg und Berlin in Richtung Süden betroffen. Züge hätten bis zu dreißig Minuten Verspätung gehabt. Für das ab Donnerstag erwartete schlechtere Wetter werde die Bahn einen zusätzlichen Winterdienst und mehr Personal bereithalten.

          Dem DWD zufolge verstärkt sich derzeit ein Tiefdruckgebiet über Deutschland und lenkt immer mehr Kaltluft von Norden nach Süden. In der Nacht auf Donnerstag muss an der Küste mit Unwettern, Sturm und Schneeverwehungen gerechnet werden, während es in Süddeutschland noch mild ist. Die Schneefront wandert dann nach Süden und wird bis Heiligabend die Alpen erreichen. Vor allem an den Nordrändern der Mittelgebirge und im Alpenraum muss mit Schneeverwehungen gerechnet werden. „Reisende sollten Wetterberichte beachten und Zeit im Gepäck habe“, sagte Meteorologin Petzold.

          Unterdessen verteidigte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) seine Maßnahmen gegen das Schneechaos. Er habe „intensiv Vorsorge getroffen“, dass die Streusalz-Lager in Deutschland voll seien, sagte Ramsauer im ARD-“Morgenmagazin“. Außerdem habe er die Winterreifenpflicht eingeführt. Diese gelte bei Lastwagen zwar nur für die Antriebsachsen, an den anderen Achsen müssten aber immerhin griffige Allwetterreifen aufgezogen werden. „Insofern ist es eine erhebliche Verschärfung“, sagte Ramsauer.

          Weitere Themen

          Indien muss Talsperre öffnen Video-Seite öffnen

          Regenmassen : Indien muss Talsperre öffnen

          Nach heftigen Regenfällen mussten die Behörden im Norden Indiens die Talsperre an einem Staudamm öffnen. Im nördlichen Bundesstaat Himachal Pradesh wurden die höchsten Niederschläge seit Beginn der Aufzeichnungen vor rund 70 Jahren registriert. Der Monsun hat in diesem Jahr schon mehr als 1000 Todesopfer gefordert.

          Topmeldungen

          Trotz Reform : Viele Sparer müssen weiter Soli zahlen

          Für die meisten Bundesbürger soll der Solidaritätszuschlag ab 2021 entfallen, sagt Finanzminister Scholz. Was er verschweigt: Für den Großteil der Sparer und Anleger gilt das nicht – und das sind nicht nur Großverdiener.
          Der Zusammenschluss von Car 2 Go und Drive Now ist ganz offensichtlich ein Eingeständnis des Scheiterns.

          Auch Mazda steigt aus : Carsharing fährt gegen die Wand

          Es soll eine Lösung für urbane Mobilität sein: Doch Carsharing rechnet sich nicht. Und nicht nur das: Die Autos kämen oft auch verdreckt oder beschädigt zurück, klagen die Anbieter. Jetzt gibt auch Mazda auf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.