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Minus 30 Grad auf Zugspitze : Kälteste Nacht des Winters

  • Aktualisiert am

Minus 30 Grad sind selbst auf dem höchsten deutschen Berg ungewöhnlich - Aufnahme vom Dienstagmorgen von der Webcam auf der Zugspitze Bild: Panomax

Hoch „Hartmut“ bläst weiter eisige Luft nach Deutschland. Viele Wetterstationen melden die kälteste Nacht dieses Winters. Und an der Ostsee sorgen Schneeverwehungen für schwierige Verkehrsbedingungen.

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          So kalt war es Ende Februar auf der Zugspitze noch nie seit über 100 Jahren: Auf bitterkalte minus 30,5 Grad ist die Temperatur nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) dort in der vergangenen Nacht gesunken. Damit wurde der laut DWD niedrigste jemals Ende Februar erreichte Wert seit Beginn der Messungen auf der Zugspitze im Jahr 1901 gemessen. Der absolute Kälterekord auf Deutschlands höchstem Gipfel wurde im Februar 1940 erreicht. Damals sank die Temperatur auf minus 35,6 Grad.

          Am Montagmorgen waren die Temperaturen auf der Zugspitze auf minus 27 Grad gesunken. Deutschland hat insgesamt wieder eine frostige Nacht erlebt. „Im Norden ist es etwa drei Grad kälter als in der Nacht davor, im Süden etwas wärmer“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Morgen. Grund ist Hoch „Hartmut“, das eisige Luft nach Deutschland bläst. Es bleibt im gesamten Land erst einmal winterlich kalt, in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sollen die Temperaturen laut DWD noch einmal um ein bis zwei Grad sinken.

          In Nordrhein-Westfalen war es im gesamten Winter noch nicht so kalt wie in der vergangenen Nacht. Auf dem Kahlen Asten wurden minus 15 Grad gemessen. Auch im Flachland fielen Minusrekorde: „In Bad Lippspringe wurden beispielsweise minus 13 Grad erreicht“, sagte ein DWD-Sprecher. In Hessen wurden auf der Wasserkuppe minus 18 Grad erreicht. Auch im Flachland wurden neue Tiefstwerte für dieses Jahr gemessen. So standen in Fritzlar minus 17 Grad auf dem Thermometer. In Rheinland-Pfalz wurden in Bad Marienberg minus 13 Grad gemessen.

          Eisiger Wind aus dem Osten türmt den Schnee an der Ostseeküste weiter auf. Eis und Schneeverwehungen brachten manche Autofahrer am Dienstagmorgen in Schwierigkeiten, wie die Polizei mitteilte. Autofahrer mussten insbesondere in Richtung Hamburg aufgrund des Schneefalls mehr Zeit auf den Straßen einplanen. Ein aus dem Osten herannahendes Tief bringt wohl noch mehr Schnee und Wind, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte.

          In der Nacht zum Dienstag schneite es vor allem auf den Ostseeinseln Rügen und Usedom schon ordentlich. „Die Ostsee ist im Verhältnis zu der Luft, die über sie strömt, recht warm. Das muss irgendwie ausgeglichen werden und dadurch bilden sich Schauer, die in Form von Schneefall runterkommen“, sagte ein DWD-Sprecher über das Phänomen.

          Starke Schneefälle haben in Großbritannien vielerorts den Verkehr ausgebremst. Hunderte Züge und Dutzende Flüge wurden für Montag und Dienstag gestrichen, wie der britische Fernsehsender Sky News berichtete. Die Behinderungen durch das eisige Wetter sollen in den nächsten Tagen anhalten. Auch Fährverbindungen könnten eingestellt werden. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, sich vor allem um hilflose Senioren und Obdachlose zu kümmern. Die Briten nennen den Wintereinbruch scherzhaft „The Beast from the East“ (Die Bestie aus dem Osten).

          Schneeschippen in Stralsund - der Ostwind bringt in Norddeutschland viel Schnee mit
          Schwierige Straßenverhältnisse in Mecklenburg-Vorpommern
          In dieser Woche bleibt es kalt. Die Tiefstwerte liegen zwischen minus 9 und minus 15 Grad. In manchen Gebieten sinken die Temperaturen sogar auf minus 20 Grad.

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