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Winter : Erste Engpässe bei Wintersportartikeln

  • Aktualisiert am

Begrenzter Winterspaß: Schlittenmangel droht Bild: dpa

Verschneite Hänge und zugefrorene Seen bescheren Händlern hohe Absätze - Schlitten und Schlittschuhe werden schon knapp.

          Paul zieht seinen alten Holzschlitten den Hang hinauf. Die Bahn ist vereist und es geht „voll ab“. Sein Freund Lorenz saust in einem nagelneuen Lenkschlitten bergab. „So einen hätte ich auch gern.“ Neidisch schaut Paul seinem Freund nach. „Aber Papa sagt, Lenkschlitten gibt's keine mehr."

          Die Bestände von Schlitten und Schlittschuhen seien knapp, meldet Peter Franz Thürl vom Verband deutscher Sportfachhandel. Das sei allerdings kaum zu vermeiden, da der Handel nicht auf einen kalten Winter vertrauen und dementsprechend große Mengen bestellen könne. „Wenn es mal länger als 14 Tage Frost gibt, kommt es grundsätzlich zu Engpässen“, betont der Verbandssprecher. Es sei schließlich „nichts so schlimm“ wie ein volles Lager. Und wenn sich dann die Wetterlage unverhofft ändert, bleiben die Sportartikler auf ihren Schlitten sitzen.

          Rodel-Fans haben das Nachsehen

          Deshalb werden die Geschäfte bei ihren Nachbestellungen nicht plötzlich doppelt so große Mengen ordern, selbst wenn die Temperaturen weiter im Keller bleiben. Die Rodelfans gucken allerdings schnell in die Röhre: Beim Münchner Ausstatter Sportscheck stehen zurzeit statt zehn nur ein oder zwei Modelle zur Auswahl. Wenn dann noch die Seen in der Umgebung zufrieren, könnte leicht die zehnfache Zahl an Schlittschuhen verkauft werden - wenn sie denn am Lager wäre. „Noch so eine Woche und es wird sehr, sehr knapp“, prophezeit Verbandssprecher Thürl.

          Reserven der Kaufhäuser

          Die großen Kaufhäusern Karstadt und Kaufhof beruhigen ihre Kunden aber, dass immer noch genügend Waren vorrätig seien. Er könne zwar nicht ausschließen, dass es mal punktuelle Engpässe gebe, sagt Karstadt-Sprecher Elmar Kratz. Es gebe aber „genügend Reserven“.

          Hoffen auf Frost

          Die Branche hofft jedenfalls weiter auf frostige Temperaturen - in diesem Winter noch mehr als sonst. Denn nach den Terroranschlägen in den USA am 11. September sei im Sportfachhandel erstmal „gar nichts mehr“ gegangen, sagt Thürl. Mit dem Wintereinbruch Mitte Dezember zog der Verkauf endlich an - und wenn es nach Thürl geht, sollte sich der Winter noch nicht allzu schnell verabschieden: „Es darf noch ein wenig kalt bleiben.“

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