https://www.faz.net/-gum-nnbh

Wildtierauktion : Nashorn zum Ersten, Zebra zum Zweiten

  • Aktualisiert am

Verkäuflich: Spitzmaulnashorn Bild: ZGF

Refinanzierung der tierischen Art: Ein südafrikanischer Nationalpark versteigert seine überzähligen Giraffen, Zebras und Kudus. Damit kommt Geld in die Kasse und die freie Wildbahn im Park wird nicht zu eng.

          In Südafrika steht am Wochenende eine der größten Wildtier-Auktionen der Welt an. Neben tausenden Schaulustigen werden im Hluhluwe-Umfolozi-Nationalpark Käufer aus allen Teilen der Welt erwartet, die sich zwischen Zebras, Kudus, Nashörnern und Warzenschweinen entscheiden können.

          Die Attraktion sind in diesem Jahr sechs Spitzmaulnashörner, die ersteigert werden können. Nicht jeder darf bei solchen Auktionen die Hand zum Gebot heben. Wegen der strengen Schutzbestimmungen müssen potentielle Käufer erst nachweisen, daß sie die Nashörner artgerecht halten können, bevor sie sich als Bieter registrieren lassen dürfen.

          Dem Streß der Auktion werden gar nicht alle Tiere, die zur Versteigerung stehen, ausgesetzt. Viele der insgesamt 2.000 Tiere werden am kommenden Wochenende noch ahnungslos durch die Weiten der südafrikanischen Wildnis traben, während die Käufer sie auf einem Bild auswählen und ein Gebot abgeben. Erst nach der Versteigerung werden die Tiere dann gefangen und an den Käufer ausgeliefert.

          Einkauf auch für Zoos

          Der Nationalpark füllt seit 1989 jedes Jahr mit dem Erlös aus dem Verkauf überzähliger Tiere seine Kassen auf, aus denen der Unterhalt des Parks finanziert wird. Auktionen dieser Art rufen immer wieder Kritiker auf den Plan. Sie befürchten einen Ausverkauf des Wildbestandes, damit sich die Parkbehörde refinanzieren kann. Doch betonen die Befürworter, daß der Verkauf die überzähligen Tiere auf einen größeren Lebensraum verteilt. Das Gelände der staatlichen Nationalparks in Südafrika sei nicht groß genug für den wachsenden Tierbestand. Private Farmen decken am Kap jedoch mittlerweile eine größere Fläche ab.

          Zu den Bietern gehören heimische Besitzer exklusiver Privatfarmen ebenso wie die Direktoren großer Zoos aus Übersee. Die Preise reichen von umgerechnet rund 45 Euro für eine Schwarzfersen-Antilope (Impala) bis hin zu etwa 55.000 Euro für eins der seltenen Nashörner.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          „Verschrotter“ gegen „Planierraupe“: Renzi am Dienstag im italienischen Senat

          Regierungskrise in Italien : Im Land der wilden Matteos

          Italiens früherer Ministerpräsident Renzi wittert in der Regierungskrise die Gelegenheit für ein Comeback – und versucht nun, die Neuwahlpläne seines Erzfeindes Salvini zu durchkreuzen. Der Publizist Massimiliano Lenzi prophezeit einen „langen Krieg der Matteos“.
          Berlin im Juli 2017: Überschwemmung auf der Märkischen Allee nach einem Unwetter

          Schwierige Stadtplanung : Schwamm drunter!

          Starkregen und Hochwasser bringen Städte immer wieder an ihre Grenzen. Sie müssen sich anpassen – denn der Klimawandel dürfte das Problem noch verschärfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.