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Kirchen : Schwitzen statt Beten

  • -Aktualisiert am

Das ehemalige katholische Gotteshaus in Mönchengladbach ist Deutschlands erste Kletterkirche. Bild: Stefan Finger

Klettern und Party feiern, wo Messe oder Abendmahl zelebriert wurde: Weil die Kirchen in Deutschland Mitglieder verlieren, müssen immer mehr Sakralbauten umgewidmet werden.

          In der Pfarrkirche St. Peter erklingen keine Predigten mehr. Stattdessen wird nun im Kirchenschiff geschwitzt: Das ehemalige katholische Gotteshaus in Mönchengladbach ist Deutschlands erste Kletterkirche. Vor neun Jahren wurde St. Peter umgewidmet. Sie ist bei weitem nicht die einzige Kirche in Deutschland, die eine neue Bestimmung gefunden hat. Aus Sakralbauten in Köln, Bochum und Dortmund wurden Veranstaltungshäuser – neudeutsch Eventlocations –, in denen Konzerte oder Lesungen stattfinden. In Trier dient eine frühere Kirche als Sportstätte und Aula für eine Schule. Die protestantische St.-Immanuel-Kirche in Magdeburg wurde zum Restaurant, hier gibt es nun After-Work-Lunch statt Abendmahl.

          Forscher der Universität Freiburg prognostizieren, dass sich die Anzahl der Kirchenmitglieder hierzulande bis zum Jahr 2060 halbieren wird auf dann nur noch 22,7 Millionen konfessionsgebundene Christen. Austritte, einer niedrige Taufquote und der demographische Wandel sorgen für den Abwärtstrend. So arm Deutschland schon jetzt an Gottesdienstbesuchern ist – nur rund zehn Prozent der Katholiken und viereinhalb Prozent der Protestanten gehen sonntags in die Kirche –, so reich ist es an Kirchengebäuden: Allein im bevölkerungsreichsten, katholisch geprägten Bundesland Nordrhein-Westfalen gibt es rund 6000 Gotteshäuser.

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