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Ein Netz der Unterdrückung : Wie die Stasi Berlin kontrollierte

Blick in die Ausstellung „Stasi in Berlin“, die auf einer 170 Quadratmeter großen Satelliten-Karte die Orte in Berlin zeigt, in denen die Geheimpolizei aktiv war. Bild: Jens Gyarmaty

Im ehemaligen Gefängnis Hohenschönhausen findet die Ausstellung „Stasi in Berlin“ statt. Sie ist ein Zeugnis von Überwachung und Repression.

          3 Min.

          Es ist ein Netz, das ganz Berlin durchzog. Das Ministerium der Staatssicherheit der DDR hatte allein im Ostteil der Stadt mehr als 300 Dienstsitze, Büros, Abhörstationen, Fuhrparks, Gefängnisse. Dazu kamen 3300 konspirative Wohnungen. Viele Orte in der Hauptstadt, die heute aus ganz anderen Gründen bekannt sind, waren einst Teil des Unterdrückungsapparats. Etwa das Magnus-Haus am Kupfergraben, wo in den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die sowjetische Geheimpolizei NKWD einen Gefängniskeller hatte, den sie dann der Stasi übergab. Oder die heutige Botschaft der Ukraine in der Albrechtstraße unweit des Deutschen Theaters, wo Erich Mielke, der spätere Stasi-Chef, in Ungnade gefallene Kommunisten verhörte, die für Schauprozesse vorgesehen waren.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          In den achtziger Jahren hatte die Stasi, die über rund 40.000 hauptamtliche Mitarbeiter verfügte, besonders viele Einrichtungen im Bereich der Friedrichstraße, dort lag die amerikanische Botschaft, ARD und ZDF hatten dort ihre Büros. Auch im Pergamonmuseum hatte die Stasi ein Zimmer. Unter den Sicherheitsleuten des Museums waren auch Inoffizielle Mitarbeiter, abgekürzt IM.

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