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Blockaden für den Klimaschutz : Ist ziviler Ungehorsam ein legitimes Mittel?

  • -Aktualisiert am

Hart erkämpfte Minuten: Henning Jeschke, Olaf Scholz und Lea Bonasera in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin Bild: Imago

Der ehemalige Hungerstreikende Henning Jeschke plant weitere Aktionen. Laut der Wissenschaft bleiben nur noch drei Jahre, um das Ruder herumzureißen. Kann ziviler Ungehorsam ausreichend aufrütteln?

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          In Minute 40 der Diskussion mit Olaf Scholz fängt Henning Jeschke an, sich in Rage zu reden. „Wie soll ich meiner Tochter erklären, wenn ich in 20 Jahren mal eine haben sollte, wir haben damals gewusst, was passiert?“ Und: „Dass wir trotzdem weiter gemacht haben wie bisher, weil die politische Klasse es nicht hin­bekommen hat zu sagen: Es gibt kein ­Budget mehr, wir haben schon genug ­verbrannt, Rückwärtsgang einlegen!“

          Von Beginn an haben der voraussichtlich nächste Bundeskanzler und Henning Jeschke sowie Lea Bonasera von der Gruppe „Letzte Generation“ aneinander vorbeigeredet. Olaf Scholz hatte Jeschke einen Tag vor der Bundestagswahl angerufen, um ihnen ein Gespräch zuzusichern. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jeschke 27 Tage und Bonasera sechs Tage lang nichts mehr gegessen, am Morgen hatten sie auch das Trinken ausgesetzt, um ein öffentliches Gespräch zu erzwingen. Sie stammen aus der Gruppe von jungen Hungerstreikenden, die am 30. August im Regierungsviertel ein Camp aufgeschlagen hatten.

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