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Wetter : Wie ein Gewitter entsteht

  • -Aktualisiert am

Ein Gewitter über dem Lago Maggiore Bild: AP

Meist treten Gewitter über dem Land nachmittags auf. Denn erst dann ist es warm genug.

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          Sommergewitter zeichnen sich durch einige ganz typische Merkmale aus. Warme und feuchte Luft sind meteorologische Grundvoraussetzungen dafür. Sie kommen im Sommer und suchen die Erdoberfläche fast immer nachmittags heim. Warum?

          An einem heißen Sommertag brennt die Sonne auf die Erdoberfläche und erwärmt so Luft. Weil wärmere Luft leichter ist als kühle, steigt diese Luft auf. Sobald sie in kühleren Schichten ankommt, beginnt das Wasser in ihr zu kondensieren. Tröpfchen bilden sich und werden im weiteren Verlauf des Gewitters zu den typischen Cumuluswolken. Wenn die Luft warm genug ist (was meist erst nachmittags der Fall ist), steigt sie bis in Höhen, in denen die Tropfen auch gefrieren und Hagelkörner bilden. Die Wolkenform wird zu einem ambossartigen Gebilde, einer sogenannten Cumulonimbuswolke.

          Rotation in der Wolke

          Gleichzeitig setzt in der Wolke ein Rotationsprozess ein. Die Winde innerhalb der mittlerweile entstandenen Wolken führen Tropfen und Hagelkörner etliche Male von niederen und somit wärmeren Schichten in höhere und kühlere. So bilden sich Hagelkörner, die von wiederholtem Tauen und Wiedergefrieren aus vielen Schichten bestehen. Hagel heißen die Eiskörner erst ab einer Größe von fünf Millimetern, kleinere nennen sich Graupel.

          Die großen Tropfen, die Gewitterschauer auszeichnen, sind eine direkte Folge der Hagelbildung. Tropfen bleiben beim Fallen aus einer Wolke nur bis zu einer bestimmten Größe stabil. Größere Tropfen zerfallen in mehrere Teile. Wenn Hagelkörner aber erst relativ kurz vor dem Erdboden schmelzen, wie es bei Gewittern der Fall ist, bleibt der Tropfen groß. Die für ein Gewitter typischen Blitze entstehen durch Ladungsunterschiede in den Wolken. Genauer gesagt durch mikrophysikalische Prozesse beim Tauen von Eiskristallen oder dem Zersplittern großer Tropfen.

          Sommergewitter ändern die grundsätzliche Wetterlage nicht. Nach dem Regen wird es jedoch meist kühler.

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