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Wetter : Weltweit Regenfälle und Überschwemmungen

  • Aktualisiert am

Auf der Flucht vor der Flut Bild: AP

In Europa und in Asien sorgen Unwetter und Überschwemmungen für Unruhe. Tote und Verletzte sowie horrende Schäden sind die Folge.

          2 Min.

          Nicht nur in Deutschland tobten am Samstag Unwetter. Sintflutartige Regenfälle in Nordkorea haben laut Berichten der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA zahlreiche Menschen getötet oder verletzt. Zudem habe der Regen einen Schaden von mehreren Milliarden Dollar verursacht. Die Regenfälle im Süden des Landes hätten während der letzten fünf Tage im Juli teilweise 50 bis 70 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags eines gesamten Jahres betragen, hieß es am Samstag.

          Nordkorea ist eines der am stärksten isolierten Länder der Welt, so dass noch keine unabhängigen Berichte über weitere Schäden vorlagen. Die Regenfälle folgten auf eine längere Dürreperiode, die die Ernte in dem verarmten kommunistischen Staat bereits zu großen Teilen zerstört hatte. Auch in Südkorea verursachte der Regen Überschwemmungen und Erdrutsche, bei denen mindestens zwei Menschen getötet wurden.

          Indien

          Fast eine halbe Million Menschen sind in Indien und Bangladesh von starken Überschwemmungen betroffen. Die indische Regierung hat Armeesoldaten in die Hochwassergebiete im Unionsstaat Bihar entsandt. Mehrere tausedn Menschen mussten ihre Häuser verlassen. In Bangladesch seien insgesamt sechs Menschen in den Fluten gestorben, wieviele Todesopfer in Indien zu beklagen sind, war noch nicht bekannt. Die Wassermassen lösten Schlammlawinen aus, rissen Strohhütten mit und zerstörten die Ernte, wie die Behörden berichteten.

          Polen

          Nach dem schweren Hochwasser in Polen hat in der Nacht zum Samstag ein Sturm zwei Menschenleben im Westen des Landes gefordert. Das teilten Behördensprecher mit. Damit stieg die Zahl der Opfer in den Unwettern der vergangenen Tage auf fast 30. Der Pegel der Weichsel sank indessen weiter, nachdem die rund 400 Kilometer lange Flutwelle die Ostsee erreichte. Für den Norden Polens wurde weitgehend Entwarnung gegeben.

          Die Toten des Sturms in der Region Wielkopolska (Großpolen), rund 350 Kilometer westlich von Warschau, seien offenbar beide vom Blitz getroffen worden, erklärte ein Behördensprecher. Mindestens drei weitere Personen wurden verletzt. Der Sturm riss zahlreiche Bäume um, auch Gebäudeschäden wurden bekannt.

          Obwohl einige Ortschaften noch immer mit der Flut zu kämpfen hatten, entspannte sich die Hochwasserlage am Samstag weiter. Auch für das Wochenende vorhergesagter Regen dürfte für den Norden des Landes keine Bedrohung darstellen, betonten die Behörden. Im Süden Polens war bis Samstag ein Großteil der rund 16.000 vor dem Hochwasser geflüchteten Menschen zu ihren Häusern zurückgekehrt.

          Tschechien

          Bei schweren Gewittern mit Hagel und starken Windböen ist in Südböhmen ein 18-jähriger Tscheche ums Leben gekommen. Der Jugendliche sei am Freitagabend von einem entwurzelten Baum erschlagen worden, als er auf dem Fahrrad zum Campingplatz zurückkehren wollte, teilte die Polizei am Samstag in Prag mit. Bei dem Unwetter waren in weiten Landesteilen Straßen überflutet, Dächer abgedeckt und Stromleitungen durchtrennt worden. Die Rettungskräfte waren auch am Samstag noch im vollen Einsatz.

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