https://www.faz.net/-gum-a9hgb

Unwetterwarnung für Küsten : Sturm „Klaus“ kommt richtig in Fahrt

  • Aktualisiert am

Gutes Wetter für Kite-Surfer in St. Peter-Ording. Bild: dpa

In den Küstengebieten in Niedersachsen und Schleswig-Holstein wird es ungemütlich: „Klaus“ fegt über das Land. Und das nächste Sturmtief steht schon in den Startlöchern.

          1 Min.

          Kaum ist der erste Sturm des Jahres über Deutschland hinweggefegt, da steht schon das nächste Sturmtief in den Startlöchern. Es zieht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) voraussichtlich am Samstag mit Windstärke 8 bis 9 über das Land. Betroffen sind dann auch die Mitte und der Süden. „Es bleibt weiterhin ruppig“, sagte ein DWD-Meteorologe am Donnerstag in Offenbach. Am Donnerstagmorgen hatte Sturmtief „Klaus“ laut DWD vor allem im Norden und Westen örtlich mit Windstärke 11 gewütet.

          Ursache für die derzeit kräftigen Winde ist eine sogenannte Westwetterlage. Dabei ziehen Tiefdruckgebiete in rascher Abfolge vom Nordatlantik über Skandinavien nach Osten und beeinflussen mit ihren Ausläufern auch Deutschland. Sie bringen neben Wind auch Regen und Schauer. Vor allem am Sonntag wird es dadurch ungemütlich: Denn bei Tageshöchsttemperaturen von vier bis neun Grad gehen die Niederschläge in Graupel und Schnee über.

          Die Menschen in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein müssen sich auf einen stürmischen Donnerstag einstellen. Der DWD erwartet im Flachland verbreitet schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten um die 100 Stundenkilometer. An der Nordsee, auf dem Brocken und bei kräftigen Regenschauern mit Gewittern könne es auch orkanartige Böen mit bis zu 110 km/h geben. Der DWD gab für die Küstengebiete in Niedersachsen und Schleswig-Holstein deshalb eine Unwetterwarnung für den Donnerstagnachmittag heraus.

          Es wird stürmisch in Deutschland.

          Erste Ausläufer des Sturmtiefs „Klaus“ waren bereits am Donnerstagmorgen an der Nordseeküste zu spüren. Die Polizeien und Rettungsleitstellen meldeten aber zunächst keine Vorkommnisse.

          Städte und Fährbetriebe im Norden und Nordwesten Deutschlands haben sich auf den Sturm eingestellt. In Hannover warnte die Stadtverwaltung vor dem Betreten der städtischen Wälder. Der Berggarten in Herrenhausen und der Stadtpark etwa bleiben am Donnerstag geschlossen. Die Stadt Braunschweig sagte wegen des angekündigten Sturms Wochenmärkte ab.

          In Schleswig-Holstein kündigte die Wyker Dampfschiffs-Reederei bereits an, dass wegen des erwarteten Sturmtiefs am Donnerstag die Verbindungen zwischen Schlüttsiel und den Halligen ausfallen. Für den Fährverkehr zwischen den Ostfriesischen Inseln und dem Festland wurden zunächst kaum größere Einschränkungen erwartet – bei den Fähren von und nach Spiekeroog kommt es zu geänderten Abfahrtszeiten.

          Weitere Themen

          Mann wird ins Meer gespült und überlebt Video-Seite öffnen

          Tsunami in Tonga : Mann wird ins Meer gespült und überlebt

          Der Ausbruch eines Unterwasservulkans verursachte eine riesige Welle, die große Teile der Insel zerstörte. Nach eigenen Angaben hielt sich der 57-jährige Lisala Folau 27 Stunden an einem Stück Holz fest, bevor er sich an Land retten konnte.

          Ein Druide als Hassprediger

          Prozess in Mannheim : Ein Druide als Hassprediger

          Vor fünf Jahren wurde der Hauptangeklagte verhaftet, jetzt steht er wegen Volksverhetzung vor Gericht. Der 71 Jahre alte Mann und selbst ernannte „Druide“ hat nun in Mannheim ein Geständnis abgelegt.

          Topmeldungen

          Strenge Kontrollen: Teststation in Zhengzhou am 15. Januar

          Omikron in China : Post aus dem Ausland? Ab zum PCR-Test!

          Die chinesische Seuchenschutzbehörde ist in Erklärungsnot. Trotz strenger Maßnahmen gibt es immer wieder Corona-Ausbrüche. Die Schuld daran gibt sie dem üblichen Verdächtigen: dem Ausland.
          EZB-Präsidentin Lagarde

          EZB-Präsidentin : Lagarde: Wir haben die Inflation unterschätzt

          Die EZB-Präsidentin hebt beim Weltwirtschaftsforum hervor: Die Notenbank müsse jetzt zumindest offen bleiben für Änderungen des Inflationsausblicks. Von anderer Seite gibt es heftige Kritik.
          Pierin Vincenz im Februar 2015

          Schweizer Wirtschaftskrimi : Auf Spesen ins Striplokal

          Dem ehemaligen Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz drohen bis zu sechs Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Banker gewerbsmäßigen Betrug und Veruntreuung vor. In der Anklage geht es nicht nur um Ausflüge in Rotlichtbars.