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Wetter : Sogar Neapel friert

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Das Beste aus Schnee: ein Drachen Bild: dpa/dpaweb

Der Winter hat Europa fest im Griff. In Rumänien, der Türkei und Griechenland hat der Wintereinbruch für Chaos gesorgt. Auch in Deutschland muß mit weiteren Schneefällen gerechnet werden.

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          Der Winter hat Deutschland fest im Griff. In Bayern haben heftige Schneefälle am Sonntagmorgen etliche Straßen in Rutschbahnen verwandelt. Größere Unfälle gab es jedoch nicht. Im Harz lockten gute Pisten- und Loipenverhältnisse zahlreiche Besucher an. Auf dem Brocken lagen am Sonntag bei minus vier Grad 180 Zentimeter Schnee. Und sogar die deutsche Hauptstadt Berlin war am Morgen überzuckert. Für die kommende Woche sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach winterliche Szenarien bis in die tiefen Lagen voraus.

          Der Montag bringt den Angaben nach zunächst nur vereinzelt einige Schneeflocken. Im Südwesten werden die Wolken im Tagesverlauf aber immer dichter, in den Abendstunden beginnt es zu schneien oder zu regnen. Am Dienstag hängen über dem Südwesten und Südosten Deutschlands dichte Wolken, zeitweise fällt auch in den tiefen Lagen Schnee. DWD- Meteorologe Jens Hoffmann betonte, ab Montagabend sei in großen Teilen Süddeutschlands mit weiteren Schneefällen zu rechnen. Nachts bestehe „immer Frostgefahr“.

          Am Mittwoch müssen sich die Menschen auf eine dichte Wolkendecke und zum Teil kräftige Schneeschauer einstellen. Die Sonne hat kaum eine Chance. Die Temperaturen kommen in den Niederrungen nicht über den Gefrierpunkt hinaus. Auf den Gipfeln der Mittelgebirge liegen die Werte bei minus vier und minus sieben Grad. Besonders in höheren Lagen müsse bei Schneeglätte mit erheblichen Behinderungen gerechnet werden, warnte Meteomedia. „immer Frostgefahr“.

          Eiseskälte auch an der Küste. Im Seebad Heringsdorf auf der Insel Usedom sind im Vordergrund die Überreste der alten Seebrücke zu sehen

          Eiszeit auch in Israel, Rumänien und der Türkei

          Mit teilweise heftigen Schneefällen und klirrendem Frost hat der Winter auch am Wochenende weite Teile Europas im Griff gehabt. In Italien sorgten Schneefälle zwischen Bologna und Florenz für Verkehrsbehinderungen, in Neapel ließ der Frost Nachtschwärmer zittern. Schneestürme legten in Rumänien vielerorts das öffentliche Leben lahm. In der Türkei entspannte sich die Lage nach den schweren Schneestürmen wieder: Allerdings waren nach den Winter-Unwettern mehrere Todesopfer zu beklagen. Nach dem heftigsten Wintereinbruch seit 30 Jahren entspannte sich die Lage in Istanbul in der Türkei am Wochenende wieder. Dort hatten Schneestürme für ein Chaos gesorgt. Die Versorgung mit Strom und Wasser konnte wieder hergestellt werden.

          Winterliche Kunde kam aus Israel: Dort bescherten Schneestürme dem Skigebiet auf den Golan-Höhen Schnee-Nachwuchs. „Seit dem kalten Winter von 1992 haben wir hier nicht mehr so viel Schnee gesehen“, staunte der Leiter der Hermon-Anlage, Menachem Baruch. Die Schneedecke betrage stellenweise mehr als zwei Meter.
          Wie in der Türkei blieben auch in Rumänien Autofahrer mit ihren Fahrzeugen in den Schneemassen stecken. In mehr als 400 Ortschaften Rumäniens brach die Stromversorgung zusammen. Am Schwarzen Meer wurden mehrere Häfen wegen des stärksten Sturms seit mehr als 20 Jahren geschlossen.

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