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Eisig, aber mit viel Sonne : Das wird das kälteste Wochenende des Jahres

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Am Wochenende können die Temperaturen nachts auf bis zu minus 20 Grad sinken. Tagsüber bleibt es kalt, aber sonnig – wie hier auf dem Feldberg im Taunus. Bild: dpa

Der Winter hat Deutschland weiter fest im Griff. Für das Wochenende sagen Wetterexperten klirrende Kälte, aber dennoch trockenes und sonniges Wetter voraus. Wann es wieder wärmer wird, ist noch unklar.

          Deutschland stehen die bislang kältesten Tage dieses Winters bevor. Ab Sonntag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) fast überall Dauerfrost, in den Nächten kann die Luft in den Mittelgebirgen sogar auf Werte bis zu minus 20 Grad abkühlen. Wegen des Winds können sich die Minusgrade noch kälter anfühlen. „Kurz vor dem meteorologischen Frühlingsbeginn am 1. März läuft der Winter noch einmal zur Hochform auf“, sagte ein DWD-Meteorologe am Freitag in Offenbach.

          Dabei bleibt es in den meisten Regionen Deutschlands trocken und sonnig. Nur an der Ostsee kann es zu Wochenbeginn kräftig schneien. Dort können am Montag bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fallen. Grund für die Kältewelle ist ein starkes Hochdruckgebiet am Nordpol, das warme Luft in die Polregionen führt. Gleichzeitig fließt dabei die Kaltluft aus der Arktis über Nordsibirien hinweg nach Süden. „Da nützt auch der Sonnenschein, der uns unter Hochdruckeinfluss in der trockenen Kaltluft erwartet, nichts mehr“, sagte der Meteorologe.

          Kein Einfluss auf Grippewelle

          Wie lange es so frostig bleibt, können die Meteorologen noch nicht sicher sagen. „Ob gegen Ende der Woche dann eine Milderung Schnee und Glatteis bringt, oder ob sich die arktische Kälte fortsetzt, ist noch unsicher.“

          Aus Sicht des Frankfurter Gesundheitsamtes hat die Kälte kaum Auswirkungen auf die Grippewelle. Viren und Bakterien sterben bei Minusgraden nicht ab, sagte der Mediziner Udo Götsch. „In der Kälte überleben diese besser als bei Licht und Wärmeeinwirkung.“  Einen spürbaren Einfluss von Temperaturschwankungen auf Krankheitsentwicklungen hält der Mediziner für unwahrscheinlich. Bei bestimmten Asthmaformen könne das trockene, kalte Wetter indes Anfälle provozieren.

          Besonders für Obdachlose sind die niedrigen Temperaturen ein Problem. In vielen Städten des Landes touren dann Kältebusse, die die Menschen einsammeln. In Frankfurt gibt es neben Notschlafplätzen außerdem jeden Abend Plätze zum Übernachten in der unterirdischen B-Ebene der S- und U-Bahnstation „Hauptwache“.

          In Karlsruhe konnte die Kälte etwa 30 hartgesottene Schwimmer nicht davon abbringen, die Freibadsaison zu eröffnen. Das Sonnenbad ist nach Angaben des Betreibers bundesweit das erste Freibad, das öffnet. Etwa dreißig hartgesottene Schwimmer sprangen in das 27,5 Grad warme Wasser. Der traditionelle „Sprung in den Frühling“ steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. In diesem Jahr hieß es „Ob Schnee, Sonne oder Regen, ins Sonnenbad wir gehen“. Die Außentemperatur lag bei knapp 5 Grad. Die Badegäste trugen allesamt Sonnenbrillen und Schirme, marschierten zum Beckenrand und sprangen nach einem Countdown gleichzeitig ins Wasser.

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