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Wetter : Aufatmen in Deutschland

  • Aktualisiert am

Wenn trinken allein nicht mehr hilft. Bild: dpa

Am Donnerstag wurden in Freiburg und Karlsruhe endlich wieder halbwegs normale Temperaturen gemessen: Die Hitzewelle ist vorüber. Die nächste Tage bringen Werte unterhalb der 30-Grad-Marke. FAZ.NEZ-Spezial.

          Die Wetterwende in Deutschland ist geschafft, die hitzegeplagten Menschen können aufatmen. Nach nochmaligen Rekordtemperaturen am Mittwoch mit 40,2 Grad in Freiburg und Karlsruhe wurden wieder halbwegs normale Temperaturen gemessen. Die frische Meeresluft aus dem Westen habe bereits fast ganz Deutschland erfaßt, berichtete Michael Bauer, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Lediglich südlich der Donau sei es bei heftigen Gewittern heiß geblieben.

          Daß der Sommer noch lange nicht am Ende ist, zeigte sich aber am Mittag in Karlsruhe, als laut DWD die 30-Grad-Marke erneut durchbrochen wurde. „Für Frankfurt müssen wir noch ein wenig um die 30 Grad zittern“, meinte Bauer ironisch. Auch die Reihe der mittlerweile 32 Tage mit Temperaturen über 25 Grad bleibt ungebrochen. Der Wetterdienst Meteomedia erwartet für den Freitag an der Küste und im Süden Schauer und Gewitter, in der großen Mitte bleibe es hingegen trocken. Die Temperaturen liegen zwischen 20 Grad im Norden und 28 im Süden.

          Felder brauchen dringend Regen

          Das gesamte Wochenende bringt Vorhersage zufolge Sonnen-Wetter ohne Hitzekoller. Im Süden tasten sich die Temperaturen bei heiterem Himmel wieder an die 30 Grad heran, im Norden bleibt es bei 20 bis 27 Grad. Kurze Gewitter könne es allenfalls im äußersten Süden und Südwesten geben. Für die kommende Woche wird es im Norden leicht wechselhaft mit Sonne, Wolken und einzelnen Schauern, während es im Süden mit um die 30 Grad moderat heiß weiter geht.

          Selbst ihnen zu viel...

          Für Wälder und Felder bedeutet der Wetterumschwung noch keinesfalls Entwarnung. In Thüringen etwa gilt weiterhin die höchste Waldbrandwarnstufe vier. Nach Angaben des Erfurter Umweltministeriums brauchen die Bauern dringend Regen, um die Ernten von Zuckerrüben, Kartoffeln und Silomais zu retten.

          Unterdessen warnte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) vor den Folgen der steigenden Wassertemperaturen in den Flüssen. „Je höher die Temperatur ist, umso geringer ist der Sauerstoffgehalt“, sagte Flußexpertin Susanne Klostermann. Viele Fische wie Aale und Lachse seien auf den hohen Sauerstoffgehalt angewiesen. Außerdem forderte der Nabu die Rücknahme der Sondergenehmigung für Atomkraftwerke in Baden-Württemberg und Bayern, vorübergehend wärmeres Wasser in die Flüsse einzuleiten.

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