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Wetter : Athen und Istanbul im Schneechaos

  • Aktualisiert am

Athen im Schnee Bild: AP

Die Flughäfen von Athen und Istanbul lagen am Samstag wegen der Schneemassen lahm. In ganz Europa gibt es Schnee und Frost satt.

          Schneemassen und eisige Temperaturen sorgen in vielen Regionen Europas weiterhin für chaotische Verhältnisse.

          Nach den stärksten Schneefällen in Griechenland seit 50 Jahren ging am Samstag im Großraum Athen fast nichts mehr. Der Flughafen musste am Morgen vorübergehend geschlossen werden, berichtete die griechische Nachrichtenagentur ANA. Die Behörden riefen den Notstand aus. Die Einwohner der griechischen Hauptstadt hatten seit 1992 keinen Schnee mehr auf den Straßen gesehen. Hunderte Autofahrer saßen die Nacht hindurch auf der Autobahn zwischen Athen und Thessaloniki fest. Auch auf der Akropolis lagen zehn Zentimeter Schnee.

          In der größten türkischen Stadt Istanbul herrschte ebenfalls dichtes Schneetreiben. Der vom Provinzgouverneur eingerichtete Krisenstab forderte die Bewohner auf, die Häuser nicht zu verlassen. Zur Bergung eingeschneiter Autofahrer wurden in der Nacht Soldaten eingesetzt. Auf dem Istanbuler Flughafen waren Starts und Landungen vorübergehend ausgesetzt, berichtete das türkische Fernsehen. In der Hauptstadt Ankara lag der Schnee mehr als 20 Zentimeter hoch. In Ostanatolien sind seit Tagen Tausende von Dörfern eingeschneit.

          Gefrorene Lagune in Venedig

          Erstmals seit 16 Jahren ist die Lagune von Venedig bei Minustemperaturen bis zu sieben Grad wieder mit einer Eisschicht überzogen. Kleinere Ruderboote außerhalb des Zentrums der italienischen Stadt waren am Samstag vom Eis eingeschlossen. Die Eisschicht breitet sich vor allem in den flachen Gewässern aus, die Kanäle um die Paläste in der Altstadt sind dagegen etwas wärmer.

          In den ländlichen Gegenden Polens waren eine Woche nach Beginn der „Schneekrise“ noch die meisten Straßen unpassierbar und viele Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Fernverbindungen und Hauptstraßen aber waren fast überall im Land wieder befahrbar, meldete die Nachrichtenagentur PAP. Da die Temperaturen nach der Eiseskälte der vergangenen Tage nur noch bei etwa minus sechs Grad lagen, befürchteten viele, dass neue Schneefälle die Situation verschärfen.

          Kältewelle in Osteuropa

          Auch im Nordosten Bulgariens war die Lage unverändert dramatisch: Die meisten Landstraßen versanken im Schnee, zahlreiche Dörfer waren ohne Strom und Wasser von der Außenwelt abgeschnitten.

          Im europäischen Teil Russlands hingegen legte der Winter nach dem klirrenden Frost der vergangenen Tage eine Verschnaufpause ein. In Moskau lagen die Temperaturen bei nur noch minus sieben Grad. In der Nacht starben weitere fünf Menschen auf den Straßen der Hauptstadt an Unterkühlung, wie die Einsatzleitung der Rettungssanitäter mitteilte. Seit Anfang Oktober sind damit 290 Menschen in Moskau erfroren. Auch in der Slowakei entspannte sich die Lage etwas: Alle abgeschnittenen Dörfer im Norden konnten wieder mit Lebensmitteln versorgt werden.

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