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Westjordanland : Heiligabend auf dem Hirtenfeld

Kurz vor Weihnachten: Ein Palästinenser schmückt Beit Sahour halbwegs festlich. Bild: IMAGO

Bei Bethlehem bieten Palästinenser Zimmer für Touristen an. So können christliche Pilger auch etwas über den Nahostkonflikt lernen.

          9 Min.

          Weihnachten beginnt direkt vor der Haustür von Simon Awad. „Ich sehe mir das lieber im Fernsehen an. Das Gedränge draußen ist zu groß“, sagt der Palästinenser. Wenn in Beit Sahour zum ersten Mal die Lichter auf dem festlich geschmückten Christbaum vor dem Rathaus erstrahlen, ist auf der Treppe vor seiner Wohnung keine Stufe mehr frei. Die ganze Stadt ist dann auf den Beinen. Tausende drängen sich auf der Straße vor dem Haus von Familie Awad. Von ihrer Treppe lässt sich der Baum besonders gut sehen. Dabei ist  es nicht einmal eine Tanne, sondern eine immergrüne Arizona-Zypresse. Ein Metallkorsett hilft dem altersschwachen Baum, die Last der Lichterketten zu tragen.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Auch in diesem Jahr werden es sich Simon Awad, seine Frau Hunaida und ihre 17 Jahre alte Tochter Jasmin wieder auf der Sitzgarnitur bequem machen und ansehen, was das palästinensische Fernsehen live überträgt. Ihr ältester Sohn wäre gerne dabei, aber er studiert in Kuba Medizin. Nur ihr 15 Jahre alter Sohn Amir wird unten auf der Straße sein. Er spielt Trompete in einer der vier christlichen Pfadfinderkapellen, die mit Trommeln, Blechbläsern und Dudelsäcken vor dem Baum musizieren. Sie machen dem Namen ihrer Heimatstadt alle Ehre: Beit Sahour heißt  auch „Hirtenfeld“. In den Weihnachtskrippen sorgen musizierende Hirten an Heiligabend bis heute für die Musik.

          Eine Herberge für die Reisenden

          Auch außerhalb der Weihnachtszeit geht es in dem Ort im Westjordanland alles andere als besinnlich zu. Oft beginnt der Stau schon vor dem eigentlichen Hirtenfeld. Dann haben sich wieder die Pilgerbusse auf der engen Straße ineinander verkeilt. Kaum sind sie ausgestiegen, mahnen ihre Reiseleiter zur Eile. „Gruppe elf schnell in Höhle zwei. Auf die Toilette können Sie später“, ruft ein gestresster Führer. In den niedrigen Höhlen auf dem umzäunten Gelände sollen die Hirten übernachtet haben, bevor ihnen der Engel erschien und sie nach Bethlehem rief. Nicht nur vor Weihnachten, sondern das ganze Jahr über ist Hochsaison auf dem Hirtenfeld: Priester und
          Pastoren feiern dort in den Höhlen und den kleinen Kapellen Gottesdienst im Stundentakt – in einem babylonisch wirkenden Sprachgemisch auf Portugiesisch, Rumänisch und Deutsch zur gleichen Zeit. Am Eingang warten schon ungeduldig die fliegenden Händler mit palästinensischen Holzschnitzereien auf die Pilger.

          Beit Sahour heißt auch „Hirtenfeld“. Bilderstrecke
          Beit Sahour heißt auch „Hirtenfeld“. :

          Die meisten Reisenden steigen aber gleich wieder in die Busse und brausen davon. Doch wer eine Bleibe sucht, der kann den Sternen und dicken Engeln folgen, die das ganze Jahr über an der katholischen Kirche hängen, die gegenüber dem Haus der Awads steht. Simon und Hunaida Awad bieten Reisenden eine Herberge im Zentrum von Beit Sahour – inklusive Rundumsorglos-Paket. Sie gehören zu den 90 Gastgebern in der Kleinstadt, die im vergangenen Jahr mehr als 1500 Gäste aufgenommen haben. Während an den Feiertagen die Betten in den Hotels knapp werden, ist bei den privaten Vermietern meistens noch ein Zimmer frei. Die Mitarbeiter der „Alternative Tourism Group“, die den Besuchern das wirkliche Palästina näher bringen wollen, vermitteln die Unterkünfte – und zeichnen eine Anfahrtsskizze mit dem Weihnachtsbaum als Orientierungspunkt. Das ist auch nötig, denn an der Tür der Wohnung der Familie Awad gibt es nur ein verblichenes Namensschild. Aber Klingeln ist überflüssig, denn sobald Simon Awad Schritte auf der Treppe hört, ist er schon draußen und hilft mit dem Gepäck.

          Das Rezept für den Glühwein kommt aus Deutschland

          Auf dem Wohnzimmersofa gibt es zur Begrüßung erst einmal ein Tässchen starken, süßen arabischen Kaffee. In der Küche nebenan köchelt auf dem Herd schon ein Topf mit Frike, einem gerösteten grünen Weizen, den man im Nahen Osten zu Hühnchen serviert. Das in Palästina beliebte Gericht hat Simons Frau Hunaida vorbereitet, gleich nachdem sie von der Arbeit heimgekommen ist. Sie ist Sozialarbeiterin und leitet eine Tagesstätte für Behinderte. Die temperamentvolle Palästinenserin will Zeit für ihre Übernachtungsgäste haben und nicht die ganze Zeit am Herd stehen: „Wir möchten unser Englisch verbessern.“ Sie kommt aber notfalls ohne Fremdsprachen zurecht. Lachend erzählt sie von drei Französinnen, die einmal bei ihr einquartiert wurden: Sie verständigten sich in Zeichensprache, denn die Gäste konnten kein Wort Englisch und sie kein Französisch. Sie versteht ein wenig Deutsch, denn einer ihrer Brüder lebt in Köln. Aus Deutschland hat sie auch das Rezept für den Glühwein mitgebracht.

          „Die Orangen und Zitronen dafür stammen aus unserem eigenen Garten hinter dem Haus“, sagt sie stolz. Neben der Hollywood-Schaukel und dem Grill stehen ein Oliven- und ein Mandelbaum. Die Oliven gibt es zum Frühstück, die Mandeln wandern ins Weihnachtsgebäck. Bei Hunaida Awad gibt es in der Adventszeit nicht nur Glühwein, sondern auch Christstollen. Dazu erfindet sie jedes Jahr eine neue Sorte Weihnachtsgebäck. Ihrer jüngsten Kreation hat sie einen Schuss Cognac beigefügt. „Die Leute hier sind sehr engstirnig. Sie weigern sich, Neues auszuprobieren“, meint sie. Traditionell gibt es in Palästina zu Weihnachten wie an Ostern nur zwei Sorten Gebäck: mit Nüssen oder mit Datteln.

          Palästinenser sind Familienmenschen

          Hunaida Awad hat gerne Besuch. Am meisten freut sie sich, wenn zwei Mädchen aus der Nachbarschaft vorbeikommen. Sie stellt Kinderstühlchen vor den Wohnzimmertisch und holt die saftig grüne Knetmasse aus dem Schrank. Die Kleinen strahlen. Unter dem Bild vom letzten Abendmahl, das über dem Esstisch hängt, formen sie Plätzchen, während die Erwachsenen plaudern. Palästinenser sind Familienmenschen: Statt abends auszugehen, besuchen sie sich gegenseitig. So schauen später noch drei Klassenkameraden von Tochter Jasmin vorbei. Sie zeigen auf ihren Smartphones die Fotos ausgefallener Wasserpfeifen, die sie gerade in einem neuen Lokal in der Altstadt ausprobiert haben: Auf Wunsch wird der aromatische Rauch durch den Bauch einer ausgehöhlten Wassermelone geführt, die mit anderem Obst garniert ist. Auch Familie Awad raucht gerne Wasserpfeife mit Freunden – mit Apfelgeschmack, das sei gesund, sagt die Mutter. „Aber drinnen wird nicht geraucht, nur draußen auf der Terrasse.“

          Nach einem Gläschen Anisschnaps begleitet Sohn Amir die Gäste über die Außentreppe ein Stockwerk tiefer zu ihrem Schlafzimmer. Auf dem Weg fängt er an, sein Deutsch auszuprobieren, das er in der protestantischen Schule in Beit Sahour lernt. Er zeigt, wo die Handtücher liegen und wo es zur Dusche geht (durch die Küche seiner Großmutter, in deren Wohnung sich das Gästezimmer befindet). Auf dem Nachttischchen neben den Betten mit den geblümten Überzügen wacht eine kleine Madonnenstatue über den Schlaf der Besucher. Auf dem alten Steinhaus seiner Mutter hat Simon Awad einfach ein weiteres Stockwerk für seine Familie errichtet. Auf diese Weise wachsen in Palästina viele Häuser immer weiter in die Höhe. Baugrundstücke kosten ein kleines Vermögen.

          Der Nahostkonflikt macht auch vor den hohen Feiertagen keinen Halt

          Wer bei einer einheimischen Familie zu Gast ist, lernt schnell, dass der Alltag im Heiligen Land wenig mit Engeln, Sternen und Halleluja zu tun hat. Nicht weit von den Höhlen des Hirtenfeldes entfernt, durchschneidet die israelische Sperranlage Olivenhaine und Felder. Hinter dem Hochsicherheitszaun, der bei Bethlehem zu einer fast neun Meter hohen Betonmauer wird, erheben sich die Häuser der israelischen Siedlung Har Homa. Israelis und Palästinenser sehen sich nur noch aus der Ferne.

          Es ist noch nicht lange her, da rollten israelische Panzer durch die engen Straßen von Beit Sahour und ließen die Wände der Häuser erzittern. Simon Awad und seine Familie erfuhren am eigenen Leib, dass der Nahostkonflikt auch vor den hohen Feiertagen keinen Halt macht. An Ostern vor elf Jahren stürmten israelische Soldaten die Treppe zum Haus der Familie Awad hinauf und hämmerten an die Tür. Es war die Zeit der zweiten Intifada. Wegen des Palästinenseraufstands herrschte seit Tagen Ausgangssperre. Die Soldaten zerrten Simon Awad im Schlafanzug aus dem Haus. „Sie schickten mich als menschlichen Schutzschild ins Rathaus nebenan. Die Israelis vermuteten, dass sich dort palästinensische Kämpfer verschanzt hielten“, erinnert sich Simon Awad. Als sie draußen Schüsse hörten, glaubten seine Frau Hunaida und die kleinen Kinder, die Soldaten hätten Simon erschossen. Sie konnten nicht nachsehen, weil sie die Fenster des Hauses mit Sandsäcken verbarrikadiert hatten. „Ich dachte, Simon ist tot“, sagt Hunaida Awad.

          Zimmer für Zimmer musste Simon Awad das Rathaus durchsuchen. Am Ende hatten sich dort keine bewaffneten Palästinenser versteckt. Bis zum Schluss wusste er nicht, ob er lebend wieder zu Frau und Kindern zurückkehren würde. Er brauchte Jahre, bis er am Rathaus neben seiner Wohnung vorbeigehen konnte, ohne dass die Erinnerungen hochkamen. Hunaida Awad hat den Schock bis heute nicht verkraftet: Seit diesem Tag leide sie an Diabetes und müsse zusätzlich ein Herzmittel nehmen.

          Nicht einmal in Bethlehem leben mehr Christen

          Schon der erste Palästinenseraufstand Ende der achtziger Jahre hat Spuren im Leben von Simon Awad hinterlassen. Als Student an der Universität von Bethlehem hatte ihn die Armee immer wieder festgenommen. Er musste lange warten, bis er endlich sein Biologie-Studium abschließen konnte. Ihm fehlte nur noch ein einziger Seminarschein, als die israelischen Besatzungstruppen die Hochschule jahrelang schlossen. Simon Awad aber erfüllte sich einen Traum und bildete sich zum ersten palästinensischen Ornithologen weiter. „Vögel sind frei“, sagt er. „Sie fliegen einfach über Grenzen und Kontrollpunkte hinweg.“ Er holt ein Buch aus dem Wohnzimmerschrank. Als erster palästinensischer Wissenschaftler hat er alle Vogelarten beschrieben, die in seiner Heimat leben oder als Zugvögel im Jordantal einen Zwischenstopp einlegen; es sind mehr als 500 Arten. Im Herbst und im Frühjahr ist er in Jericho und beringt als Mitarbeiter eines Umwelterziehungsprogramms der evangelischen Kirche einige der Vögel, um ihre Reisen besser zu verstehen. Früher arbeitete er dabei mit israelischen Kollegen zusammen. Heute hält er nichts mehr von solchen Kontakten. Erst müssten die Israelis ihren Staat im Westjordanland anerkennen.

          Die Menschen in Beit Sahour sind stolz auf ihre kleine Stadt. Das liegt nicht nur daran, dass der Evangelist Lukas die Vorfahren der Bewohner in der Weihnachtsgeschichte erwähnte. In keinem anderen Ort der Palästinensergebiete leben mehr Christen, nicht einmal nebenan in Bethlehem. Die Einwohner waren auch kreativ, wenn es darum ging, gewaltlos Widerstand gegen die israelischen Besatzer zu leisten. „Im vergangenen Sommer fuhren hinter unserem Haus auf einmal israelische Militärjeeps vor. Dieses Mal wurde aber nur der Film ,Die gesuchten Achtzehn‘ gedreht“, sagt Hunaida Awad. Hauptfiguren in dem Film sind keine Terroristen, sondern 18 Kühe. Die Einwohner versteckten sie während der ersten Intifada jahrelang vor der israelischen Armee. Sie wollten nicht mehr teure Milch aus israelischen Molkereien kaufen, sondern sich selbst versorgen. Doch die israelischen Generäle erklärten die Kühe zu einem Sicherheitsrisiko. Sie ließen sie mit Hubschraubern suchen und fanden sie trotzdem nicht.

          Grenzüberschreitende Begegnungen

          Im Jahr 1989 traten die Einwohner von Beit Sahour in einen Steuerstreik. Sie nahmen sich die „Tea Party“ während des amerikanischen  Unabhängigkeitskriegs zum Vorbild und deren Wahlspruch „Keine Besteuerung ohne politische Vertretung“: Sie wollten nicht länger mit ihren Abgaben die israelische Besatzungsmacht finanzieren. Wieder wusste die israelische Armee nicht, wie sie gegen diesen gewaltlosen Akt des Widerstands vorgehen sollte. Sie verhängte eine Ausgangssperre, die mehr als 40 Tage dauerte. Soldaten räumten ganze Wohnungen und Werkstätten leer, um auf diese Weise Steuerschulden einzutreiben.

          „Beit Sahour wurde berühmt, weil die Vereinigten Staaten im UN-Sicherheitsrat ein Veto gegen eine Resolution einlegten, die von Israel verlangte, das beschlagnahmte palästinensische Eigentum zurückzugeben“, sagt Rami Kassis. Er leitet die „Alternative Tourism Group“, die in Beit Sahour die privaten Unterkünfte vermittelt. Solche grenzüberschreitenden Begegnungen haben in dem Ort eine lange Geschichte. Nachdem der spätere israelische Ministerpräsident Itzhak Rabin als Verteidigungsminister dazu aufgerufen hatte, notfalls die Knochen der protestierenden Palästinenser zu brechen, begann man in Beit Sahour die Kampagne „Brecht Brot, nicht Knochen“:
          Palästinenser aus dem Ort luden Israelis ein, um gemeinsam den Beginn des jüdischen Schabbat zu feiern.

          Heute warnen riesige rote Schilder Israelis davor, die palästinensischen Autonomiegebiete zu betreten. Wer dennoch nach Beit Sahour oder Bethlehem kommt, macht sich strafbar. Rami Kassis’ Organisation konzentriert sich auf Reisende aus dem Ausland: „Wir wollen unsere Besucher in Botschafter und Anwälte eines gerechten Friedens in Palästina und Israel verwandeln.“ Daher begnügen sich Kassis und seine Mitarbeiter nicht damit, Zimmer zu vermitteln, die den Gastgebern eine kleine zusätzliche Einnahme verschaffen. Gäste sind auch für längere Zeit willkommen, um zum Beispiel im Herbst bei der Olivenernte mitzuhelfen, oder wenn sie auf ihrer Wanderung auf dem „Nativity Trail“ von Nazareth nach Bethlehem eine Ruhepause einlegen wollen. Aber diese Art von Tourismus hat auch mit palästinensischen Widerständen zu kämpfen.

          Die meisten Pilger kommen weiterhin nur zu einem Blitzbesuch aus Israel nach Bethlehem und aufs Hirtenfeld. In ihren klimatisierten Bussen rollen sie durch das einzige Tor der Betonmauer oft direkt zur Geburtskirche – mit israelischen Reiseleitern, die über den palästinensischen Alltag nichts wissen. Unterwegs halten sie an einem Geschäft für Olivenholzschnitzereien. Die Krippenfiguren sind weltberühmt. In den mehr als 400 Schnitzwerkstätten arbeiten viele Menschen aus Bethlehem und Umgebung. Doch für sie bleibt wenig übrig. „Das sind alles Räuber“, schimpft Aisa Musleh, der unweit des Hirtenfelds einen Großhandel für Holzfiguren betreibt. Er meint damit die unheilige Allianz zwischen Busfahrern, Reiseleitern und -agenturen. Mehr als ein Drittel des Preises der Jesuskinder, Hirten und Elefanten machten die Provisionen aus, wenn sie ihre Gruppen in bestimmte Läden bringen, sagt Aisa Musleh, der unter seinem langen Bart ein Holzkreuz trägt. „Das ist doch Korruption.“

          Seit einiger Zeit aber bleiben manche Pilger etwas länger. In Jerusalem sind die Hotels teuer und oft ausgebucht. In Bethlehem hat deshalb ein regelrechter Hotelbauboom begonnen. Mit einem ausländischen Pass können die Besucher problemlos zwischen den heiligen Städten pendeln. Davon können Palästinenser wie Rami Kassis nur träumen. Er hat von der israelischen Armee seit 14 Jahren keinen Passierschein mehr bekommen, um zum Beispiel in Jerusalem am Weihnachtsgottesdienst teilzunehmen, den der Bischof in der evangelischen Erlöserkirche in der Altstadt feiert. „In anderen Familien erhalten oft nicht alle eine israelische Genehmigung, um an Weihnachten oder Ostern nach Jerusalem zu fahren“, berichtet Kassis. Auch deshalb ist es schwierig, wenn man in Bethlehem oder Beit Sahour geboren wurde. Die hochschwangere Mutter der beiden Mädchen, die auf dem Couchtisch der Awads Weihnachtsplätzchen aus Knetgummi backen, besitzt eine „Jerusalem ID“. Mit dem Ausweis darf sie nach Jerusalem fahren und dort bleiben, ohne Erlaubnis. Obwohl für die Christin Beit Sahour ein besonderer Ort ist, soll auch das dritte Kind in Jerusalem zur Welt kommen. Wer als Palästinenser „Jerusalem“ im Ausweis stehen hat, ist klar im Vorteil. Dann sind Betonmauer und Sperrzaun leichter zu überwinden. Ob die Reise nach Jerusalem pünktlich zu den Wehen klappt, steht aber noch in den Sternen.

          Herbergen bei Bethlehem

          In Beit Sahour vermittelt die „Alternative Tourism Group“ Unterkünfte bei Familien. Die Organisation ist per Mail über die Adresse info@atg.ps sowie telefonisch unter der Nummer 00972-2-2772211 zu erreichen. In Bethlehem hilft das „Visitor Information Center“ am Krippenplatz bei der Herbergssuche (Mail: Vicbethlehem@gmail.com, Telefon: 00972-22754235). In Bethlehems Nachbarort Beit Jala bietet die deutschsprachige Familie Mukarker in ihrem Haus neue Privatzimmer mit Altstadtblick an, auf Wunsch auch mit einer Stadtführung (Mail: Kamal_Mukarker@hotmail.com, Telefon 00972-597806477).

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