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Wernigerode : Weihnachtsmarkt nach Explosion geräumt

  • Aktualisiert am

Unsachgemäße Wartungsarbeiten an Kühlaggregaten seien Auslöser des Unfalls gewesen Bild: dpa

Nach einer Explosion in einem Café nahe des Weihnachtsmarkts von Wernigerode hat die Polizei bis zu 3000 Menschen in Sicherheit gebracht. Unsachgemäße Wartungsarbeiten an den Kühlaggregaten des Cafés seien Auslöser des Unfalls gewesen.

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          Nach einer Explosion nahe des Weihnachtsmarkts von Wernigerode in Sachsen-Anhalt hat die Polizei dort am Sonntag bis zu 3000 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde niemand, die Evakuierung sei insgesamt sehr geordnet abgelaufen, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion in Halberstadt.

          Demnach war es im Keller eines Cafés neben dem Weihnachtsmarkt zu der Explosion gekommen. Experten gehen davon aus, dass unsachgemäße Wartungsarbeiten an den Kühlaggregaten des Cafés Auslöser des Unfalls waren. Bei den Arbeiten könnte nach Polizeiangaben vom Montag ein Leck entstanden sein. Klarheit wird von einem Gutachten der Brandursachenermittler erwartet. Aus der ausgelaufenen Kühlflüssigkeit bildete sich ein Luft-Gas-Gemisch, das am Sonntagnachmittag zu einer Verpuffung führte, wie ein Polizeisprecher sagte.

          Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr hatten eine rasant ansteigende Gaskonzentration gemessen und daraufhin die vorübergehende Räumung des Weihnachtsmarktes veranlasst. Etwa 1000 bis 1500 Besucher mussten den Weihnachtsmarkt verlassen. Betroffen waren außerdem Anwohner und Hotelgäste in der näheren Umgebung des Explosionsorts. Der Strom in den Straßen und auf dem Markt wurde abgeschaltet. Die Feuerwehr füllte den Keller mit flüssigem Stickstoff, um das brisante Gasgemisch zu neutralisieren. Nach rund sechs Stunden konnten die Menschen in ihre Wohnungen und Hotels zurückkehren.

          Etwa 1000 bis 1500 Besucher mussten den Weihnachtsmarkt verlassen
          Etwa 1000 bis 1500 Besucher mussten den Weihnachtsmarkt verlassen : Bild: dpa

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