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Weltraumschrott : Ausweichmanöver im All

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Internationale Raumstation ISS: Gefahr durch  Weltraumschrott
          1 Min.

          Wegen heranrasenden Weltraumschrotts hat die Internationale Raumstation ISS ihre Flughöhe ungeplant verändern müssen. Die Crew habe in der Nacht den Düsenantrieb eines russischen Frachters aktiviert, der am Vortag am Außenposten der Menschheit festgemacht hatte, und sich in eine andere Umlaufbahn begeben, teilte das Kontrollzentrum bei Moskau am Donnerstag mit. Damit dürften die umher rasenden Trümmer des amerikanischen Satelliten Iridium-33 keine Gefahr mehr sein, sagte ein Sprecher der Agentur Interfax zufolge.

          Die ISS bewegt sich derzeit in 405 bis 429 Kilometer Höhe um die Erde. Die Raumstation muss immer wieder Trümmern aufgegebener Satelliten ausweichen - auch in diesem Jahr gab es bereits mehrere Manöver. Tausende Splitter mit einem Durchmesser von wenigen Zentimetern rasen mit Geschwindigkeiten von bis zu 28.000 Kilometern pro Stunde durch den Weltraum.

          Vertreter der Menschheit ganz weit draußen: Kosmonaut Yuri Malenchenko (links), Astronautin Sunita Williams und Astronaut Akihiko Hoshide
          Vertreter der Menschheit ganz weit draußen: Kosmonaut Yuri Malenchenko (links), Astronautin Sunita Williams und Astronaut Akihiko Hoshide : Bild: dapd

          Auf der ISS arbeiten derzeit drei russische Kosmonauten, zwei amerikanische Astronauten und ein japanischer Raumfahrer. Am heutigen Donnerstag steigen die amerikanische Astronautin Sunita Williams und ihr japanischer Kollege Akihiko Hoshide zu einem gut sechsstündigen Außeneinsatz aus. Die Raumfahrer sollen ab 13.15 Uhr MEZ ein Leck im Ammoniak-Kühlsystem abdichten.

          Es ist der dritte Ausstieg in den freien Raum des gemischten Duos, das zusammen mit dem Russen Juri Malentschenko Mitte Juli auf die
          Umlaufbahn gekommen war. Am 30. August und am 5. September hatten Williams und Hoshide bereits eine defekte Stromverteilerbox ausgetauscht.

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