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Weltjugendtag in Sydney eröffnet : „G'day pilgrims!“

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Guter Dinge trotz durchwachter kühler Nacht: Junge Pilger in Sydney Bild: dpa

Einige tausend Pilger hatten in der kühlen Nacht vor der St. Mary-Kathedrale im Zentrum Sydneys ausgeharrt. Als um Punkt zwölf Uhr zur Begrüßung ein großes „G'day pilgrims!“ aufblinkte, brachen die jungen Leute in Jubel aus. Der Weltjugendtag hat begonnen.

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          Unter einem Heiliggeistmotto hat am Dienstag in Sydney der katholische Weltjugendtag begonnen. Mehr als 225.000 Pilger waren nach Angaben der Organisatoren in die australische Hafenstadt gekommen, darunter junge Gläubige aus 170 Ländern. Die Eröffnungsmesse unter freiem Himmel verfolgten am Nachmittag zehntausende Gläubige. Papst Benedikt, der schon seit Sonntag in Sydney ist, wird plangemäß erst in den kommenden Tagen öffentlich auftreten, da er sich noch von der langen Anreise erholen muss. Er wird am Donnerstag offiziell im Hafen vor der Kulisse des weltberühmten Opernhauses begrüßt.

          Einige tausend Pilger hatten in der kühlen Nacht vor der St. Mary-Kathedrale im Zentrum Sydneys ausgeharrt. Dort zeigte eine elektronische Uhr die Sekunden bis Mitternacht an. Als um Punkt zwölf Uhr als Begrüßung für die Pilger ein großes „G'day pilgrims!“ aufblinkte, brachen die jungen Leute in Jubel aus. Zehntausende umlagerten die Kathedrale schon am frühen Dienstag bei strahlendem Sonnenschein.

          „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen“

          Stundenlang standen die Pilger geduldig an und warteten auf Einlass. Während viele Gruppen auf den Stufen draußen wie bei Fußballspielen immer wieder Fahnen schwingend in Jubelrufe ausbrachen, war es im Kirchenschiff trotz tausender Besucher weitgehend ruhig. Am Ausgang der Kirche ist der Sarg von Pier Giorgio Frassati aufgebahrt, der eigens als Inspiration für die Jugend eingeflogen worden war. Der Italiener, der 1925 im Alter von 24 Jahren starb, war 1990 selig gesprochen worden.

          Mehr als 225.000 Pilger sind schon am Dienstag in die australische Hafenstadt gekommen

          Als Motto für den Weltjugendtag hat Papst Benedikt hat einen Vers aus der Apostelgeschichte ausgesucht: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein (Apg 1,8).“ Das 81 Jahre alte katholische Kirchenoberhaupt bereitet sich seit seiner Ankunft in Sydney in einem Studienzentrum bei Sydney auf die Festivitäten vor. Von Donnerstag an wird er im Gästehaus der St. Mary-Kathedrale wohnen.

          Bundesgericht hebt Kritikverbot auf

          Unterdessen hat das australische Bundesgericht am Dienstag ein Gesetz des Bundesstaates New South Wales aufgehoben, das Kritik an den Teilnehmern des katholischen Weltjugendtages und an der katholischen Kirche verbot. Das Gesetz hatte „störendes Benehmen“ während des Weltjugendtages verboten. Das Parlament von New South Wales könne nicht wollen, dass das Grundrecht der freien Meinungsäußerung eingeschränkt werde, sagte das Bundesgericht zur Begründung. Ein Verkaufsverbot für provozierende T-Shirts ließ das Gericht allerdings gelten.

          Gegner der katholischen Familienpolitik kündigten an, sie wollten an die jungen Leute zum Auftakt der Veranstaltung Präservative verteilen. „Damit wollen wir sagen, dass die Haltung des Papstes zu Kondomen gleichbedeutend mit einem Todesurteil für Millionen Afrikaner ist“, schrieb die Gruppe NoToPope in einem Brief an die Pilger.

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