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Steigende Weltbevölkerung : 157 Menschen pro Minute

Bevölkerungswachstum: Etwa 7,55 Milliarden Menschen leben aktuell auf der Welt. Bild: dpa

Die Erde wird voller und vor allem immer jünger. Das hat die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung mitgeteilt. Mit der steigenden Zahl werden die bekannten Probleme immer akuter.

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          Jeder vierte Mensch auf der Welt ist jünger als 15 Jahre. Von den 7,55 Milliarden Menschen, die aktuell auf der Welt leben, sind 26 Prozent Kinder und Jugendliche, wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Weltbevölkerungstags an diesem Dienstag mitteilt. In Zahlen sind 1,9 Milliarden Menschen jünger als 15 Jahre, das sind zweieinhalb mal so viele Menschen, wie in ganz Europa leben. 66 Prozent der Weltbevölkerung sind zwischen 15 und 64 Jahre alt, lediglich acht Prozent sind älter als 64 Jahre.

          Peter-Philipp Schmitt
          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Im Durchschnitt bringen Frauen nur noch 2,5 Kinder zur Welt. Damit sinkt die durchschnittliche Kinderzahl weiter. Vor 20 Jahren waren es noch drei Kinder pro Frau. Trotzdem wächst die Weltbevölkerung jede Minute um 157 Menschen. Jedes Jahr kommen mehr als 80 Millionen Menschen hinzu, so viele wie in Deutschland leben. 2050 wird die Weltbevölkerung nach Berechnungen der Vereinten Nationen fast zehn Milliarden Menschen umfassen. Der Anteil von Frauen und Männern an der Weltbevölkerung ist ungefähr gleich. Momentan leben etwa 3,74 Milliarden Frauen und 3,81 Milliarden Männer auf der Erde.

          Rund 214 Millionen Frauen in Entwicklungsländern würden gern verhüten, haben aber keine Möglichkeit dazu. Die DSW geht davon aus, dass 43 Prozent aller Schwangerschaften in Entwicklungsländern ungewollt sind. „Frauen in Afrika südlich der Sahara bekommen mehr Kinder, als sie möchten“, sagt die Geschäftsführerin der Stiftung, Renate Bähr. Im Schnitt bekämen Frauen in Afrika noch 4,7 Kinder. Vor allem dort müsse mehr für Gesundheit, Gleichstellung und Aufklärung von Frauen getan werden. Große Sorgen bereitet Bähr, dass die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump künftig keine Familienplanungsprogramme mehr finanzieren wollen. Washington sei mit rund 958 Millionen Dollar der größte Geldgeber. Deutschland stand im Jahr 2015 mit knapp 59 Millionen Dollar nach Großbritannien (287Millionen Dollar) auf Platz drei.

          Der Weltbevölkerungstag lenkt seit 1989 den Blick auf die Probleme, die sich aus der wachsenden Zahl von Menschen ergeben. Das Datum erinnert an den 11.Juli 1987, als die globale Bevölkerung die Marke von fünf Milliarden überschritt.

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