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Kindesmissbrauch : Weiter intensive Ermittlungen im Fall „Berg“

Missbrauchsfall in Bergisch Gladbach. Bild: dpa

Die Aufklärung des Pädokriminellenrings im Fall „Berg“ geht weiter. Mittlerweile wurden 65 Tatverdächtige identifiziert und es erfolgte die erste Anklage.

          2 Min.

          Die Ermittlungen im Fall „Berg“ gegen ein digital organisiertes Pädokriminellen-Netz beschäftigen noch immer 150 Polizisten. Das geht aus einem Bericht für den am Donnerstag tagenden Rechtsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags hervor. Die Beamten arbeiten seit Oktober in der „Besonderen Aufbauorganisation Berg“ (BAO Berg) zusammen, um weitere Täter und Opfer ausfindig zu machen und weitere Beweise gegen die schon bekannten Beschuldigten zu sichern.

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Der Fall „Berg“, benannt nach Bergisch Gladbach, weil dort im Herbst die Ermittlungen mit dem ersten Tatverdächtigen Jörg L. ihren Anfang nahmen, ist einer der bisher größten deutschen Kindesmissbrauchskomplexe. Mittlerweile 65 Tatverdächtige haben die Kriminalisten ausfindig gemacht, davon 28 in Nordrhein-Westfalen und 37 in elf weiteren Bundesländern. Die Beschuldigten haben sich nach bisherigen Erkenntnissen überwiegend an den eigenen Kindern vergangen, ihre Taten gefilmt und die Dateien über Internetplattformen und Messengerdienste untereinander getauscht. Einige der BeschuldigteN sollen sich die Kinder gegenseitig zum Missbrauch zugeführt haben.

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