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Nach dem Massaker in Uvalde : Warum Waffen für Lehrer Amokläufe nicht verhindern

„Wir sind es müde, immer zu hören: ‚Wir sind in Gedanken bei euch‘“, klagen Lehrer: Gedenken in Uvalde. Bild: AFP

Nach dem Amoklauf in Texas sind Lehrer schwer betroffen: Wie sollen sie ihre Schüler schützen? Eigene Waffen, wie sie Republikaner fordern, lehnen viele ab.

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          Ovidia Molinas Stimme bricht immer wieder, wenn sie über den Amoklauf in Uvalde spricht. „Jedes Mal“, sagt sie, „jedes Mal – und ich hasse, dass ich das so formulieren muss –, wenn es passiert, ist das eine Erinnerung daran, dass Schulen nicht sicher sind.“ Der Vorsitzenden des Lehrerverbands von Texas schnürt es die Kehle zu. Zwei Tage vor den Sommerferien hat ein Schütze in Uvalde 19 Grundschüler und zwei Lehrerinnen erschossen. Es passiere immer wieder, sagt Molina, aber gewöhnen tue man sich nie daran. Elf Jahre lang hat sie selbst als Lehrerin gearbeitet. Als sie am Dienstag hört, dass ein 18 Jahre alter Mann 21 Menschen in der Robb Elementary School in Uvalde getötet hat, sind ihre schlimmsten Befürchtungen wahr geworden. „Es ist ein Trauma, das die Schüler und Lehrer ihr Leben lang mit sich herumtragen müssen“, sagt sie. Jedes Massaker reiße diese Wunde wieder auf.

          Sofia Dreisbach
          Politische Korrespondentin für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Nach dem Amoklauf dauerte es nur wenige Stunden – viele Familien hatten da noch nicht einmal Gewissheit über das Schicksal ihrer Kinder –, bis der Generalstaatsanwalt von Texas, der Republikaner Ken Paxton, öffentlich dazu aufrief, Lehrer zu bewaffnen. „Man muss mehr an Schulen tun“, sagte Paxton, „wir brauchen mehr Menschen, die darin geschult sind, zu reagieren.“

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