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Netzwerken für die Karriere : „Männer sammeln Machtpunkte, Frauen Informationen“

Lagebesprechung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge am 18.07.2016 in Nürnberg. Bild: Lukas Kreibig

Männer spinnen Netzwerke wie die Weltmeister. Frauen tun sich dabei immer noch schwer, dabei jagt ein „Ladies Lunch“ den nächsten. Was läuft da schief?

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          Neulich auf der Konferenzetage einer großen Frankfurter Bank: Der Blick auf die Skyline ist phantastisch, die Canapés sind ansprechend, die Damen weltgewandt, ehrgeizig, klug und schick gekleidet. Jede von ihnen hätte eine Menge zu erzählen, von komplizierten Deals, haarsträubenden Regulierungslücken, womöglich auch von übergriffigen Kollegen. Stattdessen geht es um die Brut. Wie süß die Kleinen sind, aber auch wie anhänglich. Wie schwierig die Kinderbetreuung zu organisieren ist, wenn Krankheiten über die Familie hineinbrechen. Wie abstrus die Flut an Hausaufgaben.

          Corinna Budras

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Julia Schaaf

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wenig später geht es auf dem Podium dieses Frauennetzwerktreffens um die Rolle der Frau in der modernen Wirtschaftswelt. Wie schwer sie es hat und gleichzeitig wie leicht. Jeder schmückt sich heute gerne mit Frauen. Aber nicht zu viele, bitte schön, und bitte nicht ganz oben. Keinem Vorgesetzten würde heutzutage noch ein offen sexistisches Wort über die Lippen kommen, aber versteckter, gar unentdeckter Sexismus macht die Sache auch nicht leichter.

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