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Wartungsflug : „Atlantis“ startklar für Reparatur-Mission

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Für elf Tage soll die Raumfähre „Atlantis” ins All Bild: dpa

Die Raumfähre „Atlantis“ soll heute zu einer mit Spannung erwarteten Mission aufbrechen. Sie gilt als schwierig und riskant. Die Besatzung soll das Weltraumteleskop „Hubble“ reparieren und technisch aufrüsten. An Bord sind auch zwei Basketbälle.

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          Die amerikanische Raumfähre „Atlantis“ soll heute zum fünften und letzten Instandhaltungsflug zum Weltraumteleskop „Hubble“ starten. Der Shuttle werde um 20.01 Uhr deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida abheben, teilte die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA mit. Die Wahrscheinlichkeit günstiger Wetterbedingungen liege bei 90 Prozent, erklärte die NASA.

          Bei fünf Außenbordeinsätzen werden die sieben Astronauten zwei neue Instrumente installieren, zwei weitere reparieren sowie Geräte zur Energieversorgung und Steuerung des Teleskops austauschen. Zusätzlich soll ein Kopplungsmechanismus montiert werden, der es ermöglicht, eine Antriebseinheit anzudocken, mit der „Hubble“ zum Abschluss seines Einsatzes zum Absturz gebracht werden kann. Hubble hat in seinen 19 Jahren im All die Astronomie revolutioniert. Seine Daten halfen Wissenschaftlern, Erkenntnisse über Alter und Herkunft des Universums zu gewinnen.

          Ungwöhnliche Gäste an Bord

          Mit an Bord der Raumfähre ist auch ein Basketball der Harlem Globetrotters - nach Reisen in 120 Länder wollte der legendäre Verein auch einmal im Weltraum vertreten sein, wie Globetrotters-Chef Kurt Schneider mitteilte. Um Platz zu sparen, wurde die Luft aus dem Ball genommen. Nach der Rückkehr der „Atlantis“ soll er in die „Naismith Memorial Basketball Hall of Fame“ in Springfield, Massachusetts, aufgenommen werden.

          Ziel ist das Weltraumteleskop „Hubble”, welches die Erde in 590 Kilometer Höhe in 97 Minuten umkreist
          Ziel ist das Weltraumteleskop „Hubble”, welches die Erde in 590 Kilometer Höhe in 97 Minuten umkreist : Bild: ddp

          Ebenfalls an Bord ist ein zweiter Basketball, der Anfang des 20. Jahrhunderts von Edwin Hubble geworfen wurde - dem Astronomen, nach dem das Weltraumteleskop benannt wurde. Hubble spielte von 1907 bis 1909 im Basketball-Team der Universität Chicago. Die Rückkehr der „Atlantis“ ist für den 22. Mai geplant.

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