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Waljagd : Inuit brauchen das Walfleisch zum Überleben

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Inuit unterwegs in der kanadischen Provinz Nunavut Bild: AP

Aus den internationalen Walfangquoten sind die Fänge der Urbevölkerung der Akrtis ausgenommen. Die Inuti dürfen ihren Nahrungsbedarf traditionell decken, ebenso ist der Fang für zeremonielle Zwecke erlaubt.

          Die Urbevölkerungen in den arktischen Regionen Grönland, Alaska und Sibirien sowie in der Karibik ist bisher vom Walfangverbot der Internationalen Walfangkommission (IWC) ausgenommen. Sie durften für den Eigenbedarf bestimmte Walarten jagen, sie zu Nahrungsmitteln verarbeiten und zu zeremoniellen Zwecken nutzen. Die IWC hat dazu die Fangquoten genau nach Regionen, Tierart und fangberechtigten Bevölkerungsgruppen aufgeteilt.

          Die Walfang-Tradition ist in einigen Stämmen mehr als 1500 Jahre alt. Aus dem Speck wird Tran hergestellt, der zur Beleuchtung, zum Heizen, als Schmierstoff und für die Herstellung von Seife und Farben benutzt wird. Außerdem nutzen die Inuit („Menschen“) die Knochen der Säugetiere als Gerüst für ihre Behausungen. Das Fleisch der Säuger ist wichtiger Teil der Nahrung.

          Basken erste organisierte Waljäger

          Nach Angaben der „Whale and Dolphin Conservation Society“ waren die Basken die erste Bevölkerungsgruppe, die im Mittelalter organisierten Walfang im industriellen Ausmaß in der Biskaya betrieben. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts begannen andere Völker sogenannte Grönlandfahrten zum Walfang - tatsächlich wurden die Meeressäuger bei Spitzbergen erlegt.

          Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verlegten die Fänger ihre Aktivitäten in den Osten Grönlands, in die Baffin Bay und die Davis-Straße. Die Siedler an der Ostküste der Vereinigten Staaten begannen zur gleichen Zeit mit dem Walfang entlang ihrer Küste. Ende des 19. Jahrhunderts waren die gejagten Walarten weitgehend ausgerottet. Die Erfindung dampfgetriebener Walfangboote war die Vorstufe der Walfangflotten, die bis weit ins 20. Jahrhundert auf Waljagd gingen. Die erlegten Tiere wurden noch an Bord von Walfang-Mutterschiffen auf hoher See vollständig verarbeitet. 1986 hatte die IWC ein internationales Walfang-Moratorium beschlossen, das den kommerziellen Walfang verbietet.

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