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Vulkanausbruch : Ätna hat sich wieder beruhigt

  • Aktualisiert am

Ätna-Ausbruch im Satellitenfoto: Schwefelwolke bis nach Afrika Bild: dpa

Nur noch wenig Lava, nur geringe Nachbeben: die Behörden auf Sizilien glauben, dass der spektakuläre Ausbruch des Ätna praktisch beendet ist.

          Nach einer Woche spektakulärer Eruptionen mit Lavafontänen und Ascheregen hat sich der Ätna auf Sizilien wieder beruhigt. Der Experte des italienischen Zivilschutzes Franco Barberi sagte am Sonntag: „Man kann den Ausbruch jetzt als praktisch beendet betrachten.“ Der größte Vulkan Europas gebe nur noch sehr wenig Lava von sich. Allerdings bleiben die Schulen in Catania für weitere zwei Tage geschlossen.

          Auch am Sonntag gab es jedoch kleinere Nachbeben in der Region. Der 3.300 Meter hohe Vulkan schleuderte weiter Asche in den Himmel. Der Flugverkehr wurde jedoch nicht eingestellt. Selbst im Westen Griechenlands legte sich dunkler Staub des Ätna auf Häuser und Autos.

          Die Regierung in Rom beschloss am Sonntag eine 10-Millionen-Euro-Hilfe für die Region. Über 1.000 Menschen waren bei dem Erdbeben im Zuge der Eruptionen am vergangenen Dienstag obdachlos geworden. Außerdem müssten die Betroffenen einige Monate lang keine Steuern zahlen.

          Vulkane beeinflussen Klima kaum

          Nach Angaben italienischer Forscher ist durch den Ätna-Ausbruch extrem viel Schwefel in die Atmosphäre gelangt. Der Schwefel-Gehalt des aus dem Vulkan geschleuderten Staubs und der Gase sei zeitweise zwanzigmal höher als üblich gewesen. Schwefel gilt als Hauptursache des so genannten sauren Regens. Die durch die Eruption hervorgerufene Gas- und Staubwolke hat sich über weite Teile des Mittelmeeres ausgebreitet.

          Trotz ihrer gewaltigen Rauch- und Aschewolken beeinflussen Vulkanausbrüche das globale Klima nur wenig. „Die Wirkung von Vulkanausbrüchen ist nachweisbar, aber es ist nichts, was der Mann auf der Straße merkt“, sagte Mojib Latif, Meteorologe am Max-Planck-Institut in Hamburg. „Der Schwefel richtet in der Stratosphäre den größten Schaden an“, ergänzte der Münchner Vulkanforscher Donald Dingwell. Die Schwefelsäuretröpfchen verschleierten die Sonne. Zuletzt hätten Forscher nach dem Ausbruch des philippinischen Vulkans Pinatubo im Jahr 1991 beobachtet, dass die Temperaturen in einigen Gebieten um ein bis zwei Grad gefallen oder gestiegen seien. „Bei der globalen Temperatur gab es eine kleine Zackenach unten von einem Zehntel Grad“, sagte Latif.

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