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Vulkan : Stromboli für Touristen gesperrt

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Aschewolken über Stromboli Bild: dpa

Aus dem Vulkan stiegen am Dienstag weiter dicke Rauchwolken auf, Lava strömte die Hänge hinab, die Lage hatte sich jedoch leicht beruhigt.

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          Die süditalienischen Insel Stromboli ist am Dienstag für Touristen gesperrt worden, nachdem tags zuvor bei einem Erdrutsch und einer Flutwelle sechs Menschen verletzt worden waren. Aus dem Vulkan stiegen weiter dicke Rauchwolken auf, Lava strömte die Hänge hinab, die Lage hatte sich jedoch leicht beruhigt.

          Der Bürgermeister der Nachbarinsel Lipari, Marino Bruno, sagte: „Wir wollen keine Touristen oder Schaulustigen in diesem Gebiet, wenn die seismischen Aktivitäten noch andauern.“ Der Vulkanausbruch hatte am Montag einen Erdrutsch ausgelöst, dessen Flutwelle die Ortschaft Ginostra überschwemmte. Dabei wurden mehrere Boote und Häuser an der Küste beschädigt. Dutzende Touristen und auch etliche Bewohner verließen in Panik die Insel. Sie wurden nach Lipari oder Messina auf Sizilien geflogen.

          Explosion durch erkaltetes Magma ausgelöst

          Laut Enzo Boschi, dem Leiter des nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie im sizilianischen Catania, wurde die Explosion durch im Krater erkaltetes Magma ausgelöst. Je länger sich das Magma im Untergrund sammele, desto explosiver und gefährlicher könne der nächste Ausbruch werden. Es bilde einen Propfen, der den Kraterschlot verschließt, so dass kein Magma aufsteigen und als Lava abfließen könne. Weil das Gas aus dem flüssigen Gestein durch den Pfropfen nicht aufsteigen könne, steige der Druck im Untergrund. Bei zu großem Druck könne es zu einer verheerenden Explosion kommen.

          Auf der zwischen Sizilien und Nepal gelegen und zu den Liparischen oder Äolischen Inseln gehörenden Insel Stromboli leben nur wenige hundert Menschen. Der gleichnamige Vulkan ist ständig aktiv. Größere Ausbrüche sind aber eher selten. Viele Touristen besuchen vor allem im Sommer die Insel, um zu den rund 900 Meter hoch gelegenen Vulkankratern zu wandern und die ständigen kleinen Ausbrüche zu beobachten.

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