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Vulkan : Gewaltige Explosion reißt Krater des Stromboli ein

  • Aktualisiert am

Lavamassen vom Stromboli fließen ins Meer Bild: dpa

Die italienische Insel Stromboli kommt nicht zur Ruhe. Der Krater des gleichnamigen Vulkans stürzte ein und löste eine Flutwelle aus.

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          Der italienische Vulkan Stromboli kommt nicht zur Ruhe. Am Montagnachmittag erschütterte eine gewaltige Explosion die gleichnamige kleine italienische Mittelmeerinsel. Durch die Erschütterung brach den Angaben zufolge ein großer Teil der Kraterkuppe ab und rutschte ins Meer. Die anschließende Flutwelle ließ Boote kentern und setzte zahlreiche Häuser unter Wasser. Zahlreiche Häuser seien dadurch am Strand überflutet und Boote aus der Verankerung gerissen worden.

          Nach Angaben des Zivilschutzes wurden sechs Menschen bei der Explosion verletzt. Sie wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser auf Sizilien geflogen. Die Schwere ihrer Verletzungen war zunächst unbekannt. Ein Ascheregen ging auf die Umgebung nieder.

          Bei Einwohnern und Touristen sei teilweise Panik ausgebrochen. Der Zivilschutz habe daraufhin die Evakuierung der Insel, auf der nur wenige Dutzend Menschen ständig leben, angeordnet, hieß es. Dazu wurden Hubschrauber der Marine angefordert.

          Der im tyrrhenischen Meer nördlich von Sizilien gelegene Stromboli hatte sich am Samstag mit einer gewaltigen Eruption zurückgemeldet. Der größte Ausbruch seit 1985 dauerte knapp 24 Stunden. Die Lava floss dabei aus einem Krater in etwa 700 Metern Höhe ins Meer, ohne jedoch Schäden anzurichten. Danach kehrte der Vulkan zu seiner normalen Aktivität zurück. Der Stromboli ist nur rund 120 Kilometer vom sizilianischen Vulkan Ätna entfernt, wo seit zwei Monaten ein Ausbruch im Gange ist.

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