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Volksfeste : Keine Lust auf Wiesn und Wasen

  • Aktualisiert am

Oktoberfest 2001: Es geht rund, doch ohne Besucher Bild: dpa

Die Katerstimmung auf den beiden größten deutschen Volksfesten in München und Stuttgart wird immer größer. Der Terror verdirbt die Feierlaune.

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          Die Terroranschläge vom 11. September sowie das bange Warten auf das Ausmaß des Vergeltungsschlages der USA verderben in diesem Jahr nachhaltig die Freude an den beiden großen deutschen Volksfesten in München und Stuttgart. Hendl und Göggele, Maß und Viertele wollen nicht schmecken, viele Fahrgeschäfte bleiben leer. Dieser Trend, der sich schon zu Beginn der Feste zeigte, verstärkt sich offenbar immer mehr.

          Vor allem auf der Münchner Wiesen herrscht echte Katerstimmung. Überall sind deutliche Umsatzeinbußen zu verzeichen. Einige Kinderfahrgeschäfte auf dem Oktoberfest geben gar Einbrüche von bis zu 90 Prozent an, klagte am Dienstag der Sprecher der Schausteller, Edmund Radlinger. Bei anderen Fahrgeschäften liege der Rückgang bei 50 bis 70 Prozent. Allein in den ersten drei Tagen wurden auf der Wiesn bereits 50.000 Besucher weniger gezählt als im Vorjahr.

          Wasenwirte können nicht klagen

          Etwas weniger beeindruckt zeigen sich die Stuttgarter von den Weltvorgängen. Zwar verzeichnen auch die Schausteller auf dem Cannstatter Wasen Umsatzeinbrüche von rund 20 Prozent, doch zumindest die Wirte können kaum klagen und berichten von gut gefüllten Zelten und sogar einer „fröhlichen Stimmung“. Nach Angaben der mitveranstaltenden Stuttgarter Marketing GmbH habe sich nach bisherigen Erkenntnissen auch die Besucherzahl nicht grundlegend geändert.

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