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Video : Arzt berichtet von Organentnahme an Hingerichteten in China

  • Aktualisiert am

Hinrichtung in China Bild: dpa

Ein chinesischer Arzt hat vor dem amerikanischen Kongress ausgesagt, dass Hingerichtete als Organspender missbraucht werden. Ein FAZ.NET-Video.

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          Hingerichtete als Organspender: Ein chinesischer Arzt sagte vor dem amerikanischen Kongress aus, nach der Exekution Organe entnommen zu haben. Wang Guoqi berichtete von fast hundert Fällen, in denen er nach der Exekution die Haut abgezogen habe. Für Menschenrechtsgruppen und in Amerika lebende Chinesen ist diese Aussage nur die Bestätigung einer zehn Jahre alten Vermutung.

          Der Grund für das makabre Tun ist Geld. Guoqi sagte, chinesische Ärzte verkauften Organe an ausländische Patienten - darunter auch US-Bürger. Der chinesisch-amerikanische Menschenrechtler Harry Wu nannte die sogenannte „Organ-Ernte“ einmalig in der Welt.

          Die Antwort aus Peking kam rasch: „Böswillige Verleumdung“. „Chinas Politik verbietet jeden Handel mit menschlichen Organen“, sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. Niemandem werde ohne Einwilligung der Angehörigen ein Organ entfernt. In China ist die Todesstrafe ein gängiges Urteil. Seit April wurden mehr als 110 Menschen hingerichtet. Die Dunkelziffer liegt allerdings viel höher.

          Kongressmitglieder forderten als Antwort auf die neuerlichen Hinweise, dass chinesische Ärzte kein Training mehr in den USA erhalten sollten. Die Ausbildung könnten sie sonst als Qualitätsmerkmal nennen und zahlungswillige Patienten zur Transplantation von Organen zweifelhafter Herkunft überreden.

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