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Verurteilung : Lebenslang für Mord an „Harry-Potter“-Schauspieler

  • Aktualisiert am
Robert Knox (rechts) wurde im vergangenen Mai erstochen
          1 Min.

          Der Mörder eines 18-jährigen Darstellers aus dem neuesten „Harry-Potter“-Film ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein britisches Gericht sprach den 22-Jährigen am Donnerstag schuldig, den Schauspieler Robert Knox im Mai vergangenen Jahres in einer Bar im Südosten von London erstochen und dessen Freund verletzt zu haben. Knox wurde in einen Streit hineingezogen, als er seinem 17-jährigen Bruder zu Hilfe eilte, der von dem Angeklagten bedroht worden war. „Unglücklicherweise hat ihn sein Mut und sein Pflichtgefühl sein Leben gekostet“, sagte Staatsanwalt Brian Altman.

          Richter David Bean beschrieb Knox als „vielversprechenden Schauspieler, der in seinem traurigerweise so kurzen Leben viel erreicht hat“. Zu dem Täter sagte er, es gebe keinen Beweis dafür, dass er Knox bewusst töten wollte - tatsächlich aber sei es ihm „völlig egal gewesen“, ob Knox sterben würde oder nicht. Dass er seine Tat nicht bedauere oder bereue, sei „erschreckend“, sagte der Richter weiter. Der Verurteilte, der Knox mit fünf Messerstichen niederstreckte, habe die Nachricht vom Tode Knox' mit einem „hey, nicht schlecht“ quittiert. Staatsanwalt Brian Altman hatte zuvor gesagt, der Mann habe Messer bei sich getragen „wie andere Leute Kugelschreiber“.

          Das Gesicht des Täters war wutverzerrt

          Der Angeklagten muss nun mindestens für 20 Jahre in Gefängnis. Ein Zeuge hatte ausgesagt, das Gesicht des Täters sei wutverzerrt gewesen, als er auf Knox mit zwei Küchenmessern eingestochen habe. Der 22-Jährige war bereits wegen Messerstechereien vorbestraft. Fünf weitere Barbesucher zwischen 16 und 21 Jahren mussten nach dem Handgemenge wegen Stichwunden im Krankenhaus behandelt werden.

          Knox spielt im neuesten „Harry-Potter“-Film, der im Juli in die Kinos kommt, die Nebenrolle des Zauberschülers Marcus Belby aus dem Haus Ravenclaw. Der Tod des Schauspielers hatte in London für Entsetzen gesorgt, nachdem dort im vergangenen Jahr wiederholt Jugendliche bei Messerstechereien getötet worden waren.

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