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Verschütteter Kaffee : Airbus mit 326 Passagieren muss über Atlantik umkehren

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Das Cockpit eines Airbus A330 (Symbolbild) Bild: dpa

Heißgetränke sind gefährlich für empfindliche Technik. Bei einem Atlantikflug hätte ihr Verschütten beinahe zu einem Unfall geführt.

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          Ein verschütteter Kaffee hätte fast eine Flugkatastrophe ausgelöst. Weil der Pilot eines Airbus 330 sein Heißgetränk über das Cockpit verschüttete, musste das Flugzeug aus Frankfurt mit dem Ziel Mexiko (Cancún) auf halber Strecke über dem Atlantik umkehren. Das Audiobedienfeld, zuständig für Funksprüche und Durchsagen, fiel aus und der Kapitän konnte nicht mehr außerhalb des Airbus kommunizieren. Er entschied sich für die Rückkehr nach Europa. Den 326 Passagieren und elf Crewmitgliedern an Bord blieben unverletzt, die Maschine landete sicher im irischen Shannon.

          Bekannt geworden ist das Malheur nur aufgrund eines Berichts der britischen Flugbehörde. Demnach geschah der Vorfall bereits im Februar dieses Jahres. Nachdem der Pilot den heißen Kaffee verschüttete und dabei hauptsächlich seinen Schoß traf, versuchte die Crew den Schaden am Bedienfeld einzugrenzen – vergeblich. Nach etwa 40 Minuten erhitzte sich der Bordcomputer so stark, dass er ausfiel und Rauch aus ihm aufstieg. Weitere 20 Minuten später fiel auch das Audiobedienfeld aus. Knöpfe schmolzen. Das Flugzeug flog da gerade auf etwa halber Strecke zwischen Irland und Neufundland.

          Der Piloten konnten nicht mehr kommunizieren. Immerhin gelang es dem Kapitän Funksprüche über den Lautsprecher seines Ko-Piloten wahrzunehmen und schließlich das Flugzeug sicher zurück auf das europäische Festland zu bringen.

          Die britische Behörde erwähnt nicht, um welche Fluggesellschaft es sich bei dem Ungeschick handelte. „Spiegel Online“ schreibt mit Bezug auf die Non-Profit-Organisation Aviation Safety Network, dass es sich um ein Flugzeug von Thomas Cook handelte. Die Airline habe inzwischen, heißt es weiter, ihre Vorgaben geändert, was die Mitführung von Kaffee im Cockpit betrifft. Demnach dürften Piloten diese nur noch aus Bechern mit einem Deckel trinken.

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