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Versace : Dem Vulgären verpflichtet

  • Aktualisiert am

Versace macht seinem Ruf alle Ehre Bild: picture allaiance / dpa

Als „vulgär“ und „billig“ galt einst die Mode von Versace. Nach dem Tod des Firmengründers bemühte sich seine Schwester Donatella um eine Kurskorrektur.

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          Versace ist ein klarer Fall - könnte man jedenfalls glauben. „Vulgär“ und „billig“ sind die Vokabeln, mit denen man gerne die Mode des italienischen Modehauses benennt. Tatsächlich entspricht das dem Fundament der Marke, das Gianni Versace in den achtziger Jahren schuf.

          Er bildete das Jahrzehnt, in dem man noch verschwenderisch denken konnte, in der Mode ab: Versace schuf opulente, neobarocke Entwürfe, die betont erotisch waren. „Porno-Shows“ nannte sein Kontrahent Armani die Defilees des Modehauses. Das Image, vulgär zu sein, konnte auch Donatella Versace nicht abstreifen, als sie nach dem Tod ihres Bruders 1997 Kreativdirektorin wurde.

          Seit einem Jahr aber bemüht man sich um eine Kurskorrektur. Diesen Sommer gibt es bei Versace zum Beispiel schlichte Jerseykleider in der Farbe Sand. Hundert Prozent Versace sind dagegen die bunt bedruckten Seidenstoffe. Zwar gibt es in der aktuellen Kollektion kein Leder - eines der Lieblingsmaterialien des Firmengründers. Dafür sehen die Bikinis wenigstens so aus, als seien sie aus einer Motorradjacke gefertigt. Und ein bißchen vulgär sind sie auch.

          Eine Motorradbraut? Nein, ein Model von Versace

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