https://www.faz.net/-gum-80kh0

Einstweilige Verfügung : Vergewaltigungs-Doku darf in Indien nicht gezeigt werden

  • Aktualisiert am

Dezember 2012: Proteste in Neu Delhi nach der tödlichen Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus Bild: AP

Angeblich gefährdet der Film den Frieden: In Indien darf eine Dokumentation über Vergewaltigungen nicht ausgestrahlt werden. In dem Film gibt einer der Männer, die eine Studentin in einem Bus vergewaltigt und getötet haben, dem Opfer die Schuld.

          Eine britisch-indische Dokumentation über Vergewaltigungen in Indien darf auf dem Subkontinent vorerst nicht gezeigt werden. Gegen „Indiens Tochter“ wurde eine einstweilige Verfügung ausgesprochen. Der Film „beleidigt die Sittsamkeit von Frauen und gefährdet den Frieden“, sagte Polizeisprecher Rajan Bhagat.

          In der Doku spricht Filmemacherin Leslee Udwin mit einem der Vergewaltiger und Mörder einer Studentin in einem Bus vor zwei Jahren. In dem Gespräch sagt der zum Tode verurteilte Mann, die Schuld für das Verbrechen liege beim Opfer: „Eine Frau trägt eine weitaus größere Verantwortung für eine Vergewaltigung als ein Mann.“

          Das Verbot des Films wurde am Mittwoch auch im Unterhaus des Parlaments in Neu Delhi diskutiert. Der Film sei ein Affront gegen die Würde der ermordeten Frau, sagte Innenminister Rajnath Singh. Städtebauminister Venkaiah Naidu meinte, die Dokumentation verfolge die Absicht, Indiens Ansehen in der Welt zu schaden. Der Film soll zum Frauentag am Sonntag in mehreren Ländern gezeigt werden.

          Weitere Themen

          Taylor Swift und ihr Master-Plan

          Streit um Rechte : Taylor Swift und ihr Master-Plan

          Taylor Swift kämpft zurzeit mit dem Musikmanager Scooter Braun – denn er hat die Rechte an ihren ersten sechs Alben. Nun überlegt die Sängerin, die Lieder einfach nochmal einzuspielen.

          Topmeldungen

          Der Faktor Wohnen wird von den meisten Menschen in der Klimadebatte übersehen. Dabei produzieren vor allem Warmwasser und Heizungen große Kohlendioxid-Emissionen.

          Wohnen und Heizen : Das ist Deutschlands Klimakiller Nr. 1

          Kaum jemand will wahrhaben, dass wir mit unseren Wohnungen dem Klima mehr schaden als mit Steaks und Flugreisen. Einige Länder reagieren darauf – während sich die Politik in Deutschland nicht einigen kann.

          Biarritz : Irans Außenminister überraschend beim G-7-Gipfel

          Eine Überraschung für die Teilnehmer: Dschawad Zarif ist in Biarritz eingetroffen. Er werde dort mit Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian zusammentreffen, teilte das französische Präsidialamt mit.
          Taylor Swift möchte ihre ersten sechs Alben eventuell nochmal einspielen.

          Streit um Rechte : Taylor Swift und ihr Master-Plan

          Taylor Swift kämpft zurzeit mit dem Musikmanager Scooter Braun – denn er hat die Rechte an ihren ersten sechs Alben. Nun überlegt die Sängerin, die Lieder einfach nochmal einzuspielen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.